
Wer sich noch an die ersten Saugroboter erinnert, kennt das Ritual: Nach jedem Durchlauf den schmutzigen Behälter ausleeren, den Mopp von Hand auswaschen, alles trocknen lassen. Heute kaufen viele Menschen Saugroboter mit All-in-One-Dockingstation. Solch ein Roboter leert sich selbst, wäscht den Mopp automatisch und lädt natürlich den Akku auf. Was beim Saugroboter längst Standard ist, hält jetzt auch bei Fensterputzrobotern Einzug. Der unter anderem im Test bei connect sehr gut bewertete Ecovacs Winbot W3 Omni ist erst seit wenigen Tagen erhältlich und macht genau das: Er reinigt seine eigenen Wischpads in einer Multifunktionsstation – ganz ohne dass man selbst Schmutzwasser anfassen muss.
Was macht ein Fensterputzroboter überhaupt?
Wahrscheinlich haben die wenigsten schon mal einen Fensterputz-Roboter wie den Ecovacs Winbot im Einsatz beobachtet. Solch ein Gerät heftet sich per Saugnapf und Gummiriemen an die Glasscheibe, befeuchtet sie mit einem eingebauten Sprühsystem und wischt sie anschließend mit rotierenden Pads ab. Ein Sicherheitsseil verhindert, dass der Roboter bei einem Stromausfall abstürzt.
Seine Reinigungsbahnen plant der Fensterputzroboter selbstständig. Als Nutzer muss man nur starten, zuschauen und den Roboter anschließend wieder abnehmen. Klingt komfortabel und ist es grundsätzlich auch. Der Haken bisher: Die Wischpads wurden während der Nutzung natürlich immer dreckiger, und nach dem Putzen musste man sie von Hand reinigen. Genau hier setzt der W3 Omni an.
Neues Herzstück: Die Multifunktionsstation
Der entscheidende Unterschied zum Vorgänger, dem Amazon-Bestseller Winbot W2S Omni, liegt nicht am Fenster, sondern auf dem Boden, genauer gesagt in der mitgelieferten Multifunktionsstation. Sie übernimmt nach dem Einsatz des Fensterputzroboters das Waschen der Wischpads vollautomatisch. Ein Waschvorgang dauert nur wenige Minuten, danach sind die Pads gereinigt und einsatzbereit für den nächsten Durchgang. Ecovacs‘ Station ist dabei deutlich mehr als eine einfache Ladebucht:
- Automatische Pad-Reinigung nach jedem Einsatz
- Farbdisplay mit Statusanzeige direkt an der Station
- Steuerungstasten für den Betrieb ohne Smartphone
- Ladestation für den Akku des Roboters
- Transportfunktion – die Station dient gleichzeitig als sichere Aufbewahrung
Wer den Vergleich zum Saugroboter zieht: Es ist dasselbe Prinzip wie beim Wechsel von einem einfachen Dock zu einer vollautomatischen All-in-One-Station. Der Komfortgewinn ist erheblich.
Win-Slam 5.0: Intelligenter unterwegs
Auch auf der technischen Seite hat Ecovacs nachgelegt. Der W3 Omni arbeitet mit der neuen WIN-SLAM-5.0-Navigationstechnologie – der Vorgänger nutzte noch Version 4.0. Besser denn je erkennt der Roboter verschiedene Fenstertypen und passt seine Reinigungsbahnen automatisch an. Dabei schafft der Winbot W3 eine Geschwindigkeit von bis zu 16 Zentimetern pro Sekunde. Randbereich und Fensterrahmen sollen laut Hersteller zuverlässiger erfasst werden als beim Vorgänger. Gesteuert wird das Gerät wahlweise per Ecovacs Home App, direkt über die Station oder über die mitgelieferte Fernbedienung.
Fakten auf einen Blick
- Preis: 699 Euro UVP (u. a. bei Amazon )
- Verkaufsstart: 12. Februar 2026
- Navigation: WIN-SLAM 5.0
- Reinigungsgeschwindigkeit: bis zu 16 cm/Sekunde
- Betrieb: Akku + Netzbetrieb über Station
- Pad-Reinigung: vollautomatisch in der Multifunktionsstation
- Steuerung: App, Station, Fernbedienung
- Sicherheit: Sicherheitsseil im Lieferumfang
Was sagen erste Tests?
Da der W3 Omni erst seit Februar 2026 auf dem Markt ist, sind ausführliche Langzeittests noch rar. Erste Einschätzungen von connect.de und check-app.de fallen jedoch positiv aus, connect gibt die Test-Note „SEHR GUT“. Besonders die Multifunktionsstation wird als echter Mehrwert gegenüber dem Vorgänger hervorgehoben. Tester beschreiben sie als das zentrale Argument für den Aufpreis gegenüber günstigeren Modellen ohne Station.
Einschränkend wird in frühen Tests angemerkt, dass die Nassreinigung nur dann überzeugend funktioniert, wenn die Pads ausreichend befeuchtet sind. Wer zu sparsam mit Wasser ist, erzielt schlechtere Ergebnisse. Das ist kein W3-spezifisches Problem, sondern gilt für Fensterputzroboter generell – sollte aber bei der Ersteinrichtung beachtet werden. Ein breiter Langzeittest verschiedener unabhängiger Medien steht noch aus. Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet noch einige Wochen auf weitere Erfahrungsberichte.
Für wen lohnt er sich – und für wen nicht?
Der Ecovacs Winbot W3 Omni ist ein Premium-Gerät mit einem klaren Profil. Er lohnt sich besonders für:
- Haushalte mit vielen oder großen Fenstern – ab etwa 8 bis 10 Fenstern amortisiert sich der Aufwand deutlich.
- Menschen mit eingeschränkter Mobilität, für die das Fensterputzen körperlich beschwerlich ist.
- Dachfenster und schwer erreichbare Scheiben, an die man selbst nur mit großem Aufwand kommt.
- Alle, die beim Saugroboter bereits die All-in-One-Station schätzen und denselben Komfort beim Fensterputzen suchen.
Weniger sinnvoll ist das Gerät für Wohnungen mit nur drei oder vier kleinen Fenstern. Hier ist der Aufwand für Auf- und Abbau im Verhältnis zum Nutzen schlicht zu groß – und der Preis von 699 Euro lässt sich schwer rechtfertigen.
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