Strullendorf - In Franken ist eine vierköpfige Familie tot entdeckt worden. Nach dem schrecklichen Vorfall ermittelt nun die Polizei mit Hochdruck und nennt am Donnerstag erste Details.

In Franken ist es vor dem vergangenen Wochenende zu einem schrecklichen Vorfall gekommen. Wie das Polizeipräsidium Oberfranken in einer Pressemitteilung von Montagvormittag (23. Februar 2026) erklärt, haben am Freitagabend (20. Februar 2026) Polizeibeamte in einem Wohnhaus in Strullendorf die Leichen einer vierköpfigen Familie entdeckt. Der Vater der Familie soll seine Frau, seine zwei Kinder und anschließend sich selbst erschossen haben. Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei Bamberg übernahmen im Anschluss an den schrecklichen Fund umgehend die Ermittlungen. Am Donnerstagmorgen informierte dann eine gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Bamberg und des Polizeipräsidiums Oberfranken über neue Erkenntnisse in dem Fall.

Was genau ist passiert?

Am Freitagabend gegen 19 Uhr teilte der Vermieter einer Wohnung in Strullendorf der Polizei über Notruf mit, dass er seine Mieter nicht erreichen könne und sich Sorgen mache. Zuvor hätten Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus den Vermieter wegen eines ungewöhnlichen Geruchs verständigt, so die Deutsche Presseagentur (dpa). Aufgrund dieser Mitteilung fuhr eine Streife der Polizei Bamberg-Land zu dem Mehrfamilienhaus im Osten Strullendorfs. Die Beamten öffneten die versperrte Wohnung und entdeckten dann die Leichen der 49-jährigen Frau, des 52-jährigen Mannes sowie der beiden 14 und sechs Jahre alten Kinder.

Bereits am 23. Februar ging die Polizei davon aus, dass der 52-jährige Mann zunächst seine Frau, den 14-jährigen Sohn und die sechsjährige Tochter erschossen hatte, bevor er schließlich eine Waffe gegen sich selbst richtete.

Aus der aktuellen Pressemeldung vom Donnerstagmorgen ging nun hervor, dass am Dienstag die Obduktion am Institut für Rechtsmedizin in Erlangen stattfand.

Laut ersten Ergebnissen soll der Vater die Familienmitglieder mutmaßlich erschossen haben, während diese schliefen.

Am Abend des 16. Februar sollen das letzte Mal soziale Kontakte zur Familie stattgefunden haben. Vier Tage später fand man sie tot auf.

Der 52-Jährige besaß eine waffenrechtliche Erlaubnis und war im Besitz mehrerer Schusswaffen. Anhaltspunkte für eine Beteiligung weiterer Personen an der Tat ergaben sich bislang nicht, betonten die Ermittler bereits am Montag. Neben Beamten der Kriminalpolizei waren auch ein Vertreter der Staatsanwaltschaft Bamberg sowie ein Rechtsmediziner vor Ort, um die Hintergründe der Tat zu ermitteln.


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Menschen, die an Depressionen oder Suizidgedanken leiden, sind nicht allein. Betroffene erhalten zum Beispiel bei der Telefonseelsorge niederschwellige Hilfe. Die Nummer 0800 111 0 111 ist rund um die Uhr besetzt, die Beratung ist kostenfrei und anonym. Auch der Krisendienst Mittelfranken ist 24 Stunden am Tag unter 0800 655 3000 oder 0911 42 48 55 0 erreichbar. Beratungen können auch Online oder vor Ort erfolgen. In schweren Notfällen verständigen Sie bitte den Rettungsdienst unter 112.