Nürnberg - Seit längerem ist der Thumenberger Weg für Radfahrende und Autos vollgesperrt. Schon bald ist dort auch zu Fuß zeitweise kein Durchkommen mehr, wenn die Brücke erneuert wird.

Der Thumenberger Weg ist ein nur schmales Sträßchen, aber ein wichtiges Verbindungsstück zwischen Äußerer Sulzbacher Straße und Ostendstraße. Doch seit Mai 2025 ist die Bahnunterführung für Autos und Radfahrerinnen und -Fahrer gesperrt. Seitdem rollen hier fast täglich die Bagger. So führt etwa die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg (Sun) die Tieferlegung des Schmutzwasserkanals im Bereich der Eisenbahnbrücke durch. Diese Arbeiten sollen zwar noch im Februar 2026 abgeschlossen werden, doch ein Ende des umfassenden Bauprojekts bedeutet das noch lange nicht. Weiter geht es im Anschluss mit dem Neubau der Brücke, der Ende Februar/ Anfang März beginnt.

Das Bauwerk stammt nach Angaben der Stadt Nürnberg aus dem Jahr 1899 und ist aufgrund seines Alters in einem schlechten baulichen Zustand. Nach dem Ende der Nutzungsdauer könne kein sicherer Bahnverkehr mehr gewährleistet werden, weshalb die Bestandsbrücke zurück gebaut und durch eine neue ersetzt werden müsse, erklärt die Stadt.

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<p>Seit Mai 2025 ist der Thumenberger Weg für Radfahrende und Autos gesperrt und die schnelle Verbindung zwischen den Stadtteilen Mögeldorf und St. Jobst/Erlenstegen dadurch gekappt.</p> © Greta Nagel

Zu diesem Projekt fanden Anwohnerinnen und Anwohner in den vergangenen Tagen ein Schreiben der Deutschen Bahn (DB) in ihren Briefkästen vor. Darin informiert das Unternehmen, dass die Brücke während der Bauarbeiten nicht nur wie bisher nicht mit dem Rad und Auto unterquert werden kann, sondern dass der Weg zeitweise auch für Fußgängerinnen und Fußgänger gesperrt wird. Konkret geht es um folgende Zeiträume: Vom 23. bis 25. März ebenso wie an wenigen Tagen Ende August/Anfang September wird das wichtige Nadelöhr zwischen den Stadtteilen Mögeldorf und St. Jobst/Erlenstegen komplett verschlossen.

Außerdem warnt die DB, könne es aufgrund der Bauarbeiten zu Beeinträchtigungen durch Lärm und Erschütterungen kommen. Normalerweise betrifft das nur den Tag. Doch es gibt Ausnahmen: Vom 19. bis 25. März 2026 sowie vom 30. Oktober bis 14. November wird vereinzelt auch in der Nacht gewerkelt.

Anwohnerinnen und Anwohner aufgepasst: Wer im unmittelbaren Umfeld der Baustelle wohnt, hat laut DB Anspruch auf Ersatzwohnraum wie etwa ein Hotel. Bei Bedarf sollen sich die betroffenen Anwohnenden unter der Hotline (0800)2246-868 melden. Diese ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr erreichbar.

Vom 30. Oktober bis 14. November 2026 wird zudem auch die Bahnstrecke gesperrt. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wird laut DB in dieser Zeit eingerichtet. Voraussichtlich soll die neue Brücke dann im Anschluss, am 14. November 2026, in Betrieb genommen werden.

Deutsche Bahn baut neue Brücke in Nürnberg

Online veröffentlicht die DB einige Eckdaten zur neuen Brücke: Demnach soll diese eine Durchfahrtshöhe von 4,50 Metern haben. Zudem verlaufen Fuß- und Radweg künftig getrennt von der Fahrbahn und liegen dabei höher als die Straße. Für die Fuß- und Radwege beträgt die Durchfahrtshöhe dadurch 2,70 Meter. Außerdem bekommen Fußgängerinnen und Fußgänger auf der Ostseite der Brücke mehr Platz: zwei Meter breit soll ihr Weg werden. Auch für Radfahrende gibt es gute Nachrichten: Ein 2,50 Meter breiter Zweirichtungsradweg soll daneben entstehen, der die Erlenstegenstraße mit dem Pegnitzgrund verbindet. Auf der Westseite der Brücke entsteht laut DB ein zwei Meter breiter Fußweg, der künftig die Martin-Albert-Straße mit dem Neubauquartier „Monopol 491“ verbindet.

Die Bauarbeiten im Thumenberger Weg enden damit allerdings noch lange nicht. Bis alles fertig ist - dazu gehören etwa die Verbesserung des Straßenverlaufs, die Erneuerung der Geh- und Radwege sowie die Verlegung von Kanal- und Versorgungsleitungen - könnte es der Stadt Nürnberg zufolge 2030 werden.

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