Berlin - Eine neue Betrugsmasche hat aktuell potenziell Millionen von Steuerzahlern in Deutschland im Visier. Wir erklären, wie Sie Ihr Geld jetzt schützen können.

Derzeit geht eine Meldung um, die sich potenziell Millionen von Steuerzahlern in Deutschland zum Opfer machen will. Wie die Verbraucherzentrale in einem Warnhinweis erklärt, trage die Nachricht dabei den Betreff „Mahnung: Informationen für Ihre Steuererstattung erforderlich“. Der Brief stelle dar, dass eine Steuererstattung angeblich vorläufig gestoppt wurde. Als Begründung werden „unvollständige Angaben“ in der Steuererklärung genannt.

Um die Auszahlung zu ermöglichen, solle ein Formular über den beigefügten Link ausgefüllt und übermittelt werden. Typischerweise werde dabei über die Formulierungen „Mahnung“ und „zwingend erforderlich“ sowie die angeblich blockierte Auszahlung gezielt Druck aufgebaut, um Empfängerinnen und Empfänger zu einer schnellen Handlung zu bewegen. Auch weitere Anzeichen für Phishing seien hier gegeben: unpersönliche Anrede, unseriöse Absenderadresse, Druck durch „Mahnung“ und „zwingend erforderlich“ sowie ein Link in der Mail.

Von Seiten der Expertinnen und Experten heißt es dazu wörtlich weiter: „Wir raten dazu, solche Nachrichten zu ignorieren und unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben, um persönliche und finanzielle Daten zu schützen. Steuerliche Angelegenheiten sollten ausschließlich über das offizielle ELSTER-Portal („elster.de“) oder direkt über das zuständige Finanzamt geprüft werden. Weitere Betrugsversuche im Namen deutscher Behörden haben die Expertinnen und Experten zudem in diesem Artikel hier für Sie noch einmal zusammengestellt.

Screenshot 2026-02-21 083748
Vor dieser Nachricht wird derzeit gewarnt. © https://www.verbraucherzentrale.de

In sämtlichen Fällen gilt ganz allgemein: Keinesfalls darauf reagieren. Oft fragen sich auch Menschen, ob irgendetwas falsch gemacht wurde, weil man solche Spam-Nachrichten erhält. Hier kann man für Beruhigung sorgen.

Mittlerweile arbeiten Betrüger mit hochintelligenten Maschinen. Diese generieren in der Sekunde Hunderte Zahlenkombinationen – bis irgendwann eine echte Nummer zufällig herauskommt, die dann angeschrieben wird. Gleiches gilt in Sachen Buchstabenkombinationen und Mailadressen. Zudem könnte Ihr Kontakt auch in einem Datenleck aufgetaucht und dadurch in die Hände von Betrügern gelangt sein. Heißt im Klartext: Auch wenn Sie nicht auf „gefährlichen Seiten“ surfen, kann es Sie mit einer Nachricht hier einmal treffen.

Solange Sie darauf nicht reagieren, kann Ihnen auch nichts passieren. Gefährlich kann es erst dann werden, wenn Sie auf Links klicken und dort persönliche Daten wie Passwörter oder Kontonummern eingeben. Meist treten diese Spam-Mails alle zwei, drei Monate schubweise auf. Dann erhalten Sie mehrere Nachrichten auf ein paar Tage verteilt. Irgendwann hört der Spam dann wieder auf – bis eine künstliche Maschine in ein paar Monaten wieder zufällig bei Ihrer Telefonnummer beziehungsweise Ihrer Mailadresse herauskommt.

In einem Beispiel, das unserer Redaktion vorliegt, kam es gleich zu drei verschiedenen Nachrichten innerhalb weniger Tage. Auch hier hat der Empfänger einfach nicht darauf reagiert, beziehungsweise die Nachrichten über die SMS-Funktion sogar als Spam gemeldet. Vorteil: Nach einiger Zeit erkennt Ihr Telefon den Absender und leitet die Nachricht automatisch in den Spam-Ordner weiter, ohne Ihnen die Nachricht extra zu pushen.