Kostenlos war früher: Diese internationalen Sehenswürdigkeiten kosten jetzt
17.03.2026, 10:49 Uhr
Früher sind Reisende einfach losgefahren, heute müssen sie erstmal ein Ticket ziehen. Der Overtourism fordert seinen Tribut – und plötzlich kosten Orte Eintritt, die lange komplett frei zugänglich waren. Eine Übersicht.

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1/14 - Der weltberühmte Fontana di Trevi in Rom: Er steht als barockes Meisterstück seit 1762 in der Ewigen Stadt. Tausende pilgern täglich an das Werk von Nicola Salvi. Um die Besuchermassen besser zu steuern und das Monument vor dem Verfall zu retten, wird nun eine Kostenpauschale von zwei Euro pro Besucher fällig, wenn man direkt an das Wasserbecken möchte. Die Piazza vor dem Trevi-Brunnen bleibt kostenlos zugänglich. © Andrea Staccioli/picture alliance / Insidefoto

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2/14 - Auch Japan wird als Reiseziel immer gefragter. Um Müll auf Wanderwegen rund um den Mount Fuji zu verhindern, hat die japanische Regierung im Sommer 2024 eine Maut von umgerechnet rund 25 Euro für alle Wege eingerichtet, die auf den ikonischen Berg führen. Außerdem sind die Tickets nur begrenzt verfügbar. Um den Besucherströmen weiter Herr zu werden, will Japan für inländische und ausländische Gäste unterschiedliche Eintrittspreise zu Kulturstätten und Museen einführen. © Toya Wakui/picture alliance / ASSOCIATED PRESS

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3/14 - Auch um die Weltkulturerbestätte um Burg Himeji in der japanischen Präfektur Hyogo zu besuchen, wird ab März 2026 für Touristen eine Gebühr fällig. Ausländische Gäste zahlen ab dann beispielsweise umgerechnet 14,50 Euro für die Welterbestätte, für Einheimische bleibt es bei fünf Euro. © Alexander Pöschel/picture alliance / imageBROKER

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4/14 - Die Akropolis in Athen kostet schon lange etwas - allerdings eher eine Unkostenpauschale von einem Euro. Heute müssen Besuchende, die über 25 Jahre alt sind, rund 30 Euro für den Besuch der antiken Stätte blechen. © Socrates Baltagiannis/picture alliance/dpa

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5/14 - Die Zaanse Schans mit ihren zwölf Windmühlen ist ein beliebtes Ausflugsziel in Holland. Im Frühjahr 2026 will die Gemeinde Zaanstad eine Eintrittsgebühr für die bislang kostenlos zugängliche Touristenattraktion einführen. Damit soll der Zugang pro Person 17,50 Euro kosten. © Dingena Mol/picture alliance / ANP

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6/14 - Selten klang eine Küstenstraße so pulsierend: Wer auf der Via dell'Amore zwischen Riomaggiore und Manarola in Cinque Terre wandern möchte, muss nun 12,50 Euro pro Person bezahlen. © Luca Zennaro/picture alliance / ZUMAPRESS.com

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7/14 - Eines der beliebtesten Häuser im italienischen Verona: das Haus der Julia. Bislang konnten Touristen den Balkon an der Casa di Giuletta frei besichtigen. Jetzt kostet der Zugang zum Innenhof pro Person zwölf Euro. © Li Jing/picture alliance / Xinhua News Agency

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8/14 - Die historischen Gebäude, die Kanäle und das Idyll der Altstadt von Venedig in Italien ziehen unzählige Touristen täglich an. Das fordert seinen Tribut. Vor allem Tagestouristen und Kreuzfahrtgäste, die nur ein paar Stunden in der Stadt verweilen, zehren an deren Stadtbild und den Einwohnern. Wer Venedig also ohne Übernachtung besuchen möchte, muss an Wochenenden und Feiertagen mit Eintrittspreisen von bis zu zehn Euro pro Person rechnen. Bereits 2024 wurde dieses Bezahlsystem erfolgreich getestet. © Rico Ködder/picture alliance / Zoonar

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9/14 - Nicht nur Städte oder Stätten verlangen inzwischen von Gästen eine Abgabe. Auch Wanderer auf Madeira (im Bild der Wanderweg PR1 am Pico do Arieiro) müssen seit Anfang 2026 Gebühren einplanen. Madeira hat dafür ein neues Bezahl- und Reservierungssystem eingeführt. Damit kostet die Nutzung aller offiziellen Routen pro Person 4,50 Euro. Wer kein Ticket vorweisen kann, muss mit 50 Euro Strafe rechnen. © Sonja Jordan/picture alliance / imageBROKER

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10/14 - Roque Cinchado als Teil der Felsenformation Roques de Garcia auf Teneriffa: Auch auf der kanarischen Insel wird ab sofort eine Gebühr für das Wandern im beliebten Teide-Nationalpark fällig. Sie kostet mindestens 25 Euro - die genaue Höhe hängt davon ab, wo Besucher genau wandern wollen. © Joko/picture alliance / imageBROKER

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11/14 - Das Dorf Santa Magdalena vor den Dolomiten im Val di Funes: Das idyllische Südtirol erlebt einen derart großen Ansturm an Touristen, sodass Land- und Almwirte sowie Anwohner sich bereits genötigt sahen, selbst Absperrungen und Drehkreuze anzubringen. Immer mehr Gemeinden setzen auf hohe Maut- und Parkplatzgebühren, um Besucher abzuschrecken und den Andrang zu reduzieren. In der Alpenregion befürchtet man sogar einen zeitnahen Kollaps (siehe Link im rechten Eck des Fotos). © HSUEH-YI CHEN/picture alliance / Visually

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12/14 - Großbritannien geht andere Wege, um dem Massentourismus zu begegnen: Seit Frühjahr 2025 verlangt der Inselstaat eine elektronische Einreisegenehmigung, die sogenannte ETA. Diese kostet aktuell noch umgerechnet rund 19 Euro pro Person, bald soll sie allerdings auf umgerechnet rund 23 Euro (etwa 20 Pfund) steigen. © Nexpher Images/picture alliance / Sipa USA

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13/14 - Auch die USA ziehen Konsequenzen aus touristischen Massen: Für die gut besuchten Nationalparks (im Bild: Grand Canyon-Nationalpark in Arizona) müssen Reisende über 16 Jahre mehr Eintritt als bisher bezahlen. Zum regulären Eintritt von rund 35 US-Dollar (30 Euro) beim Besuch der elf beliebtesten US-Nationalparks fallen nun zusätzlich 100 US-Dollar (86 Euro) pro Person an. Für Gäste aus dem Ausland kostet der Jahrespass ab sofort 250 US-Dollar (216 Euro). Laut Visit USA lag der Preis vor dem 1. Januar 2026 bei 80 US-Dollar für Nicht-US-Residenten. © Gemma Ferrando/picture alliance / Westend61

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14/14 - Auch die indonesische Insel Bali zieht die Reißleine: Nicht nur wird nun ein Visium für Touristen fällig, sondern bei Einreise auch eine Abgabepauschale für Touristen von umgerechnet etwa zehn Euro. Diese Gebühr soll in Umweltschutzprojekte fließen und Gästen mehr Respekt für die einheimische Kultur und Landschaft einflößen. © Frank Fell/picture alliance / robertharding
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