
In Nürnberg mussten Fahrgäste noch bis zum Nachmittag mit Verzögerungen im Busverkehr rechnen. Auf zahlreichen Buslinien könne es aufgrund der Schnee-Massen zu erheblichen Einschränkungen kommen, hieß es am Vormittag. Welche Linien konkret betroffen waren, liest du hier.
Massive Einschränkungen in Unterfranken: Landkreis stellt Nahverkehr ein
Noch dramatischer gestaltete sich die Lage in einigen Teilen Unterfrankens. Dort sorgten der starke Schneefall und Temperaturen, die um oder knapp über dem Gefrierpunkt lagen, für Matsch und Rutschgefahr auf den Straßen. In Würzburg sind alle städtischen Busse ausgefallen, wie die Verkehrsbetriebe WVV auf Nachfrage mitteilten. Die Straßenbahnen in der unterfränkischen Hauptstadt waren allerdings in Betrieb.
Im Landkreis Kitzingen wurde gar der gesamte ÖPNV eingestellt. Laut Landratsamt wird stetig geprüft, wann Linien und Strecken wieder befahrbar sind. Auch in Lohr am Main im Landkreis Main-Spessart wurde der Busverkehr vorübergehend ausgesetzt. Dagegen lief er in Aschaffenburg und Umgebung sowie in Schweinfurt planmäßig.
Die Städte und Landkreise begründeten die Verkehrseinschränkung damit, die Sicherheit gewährleisten zu wollen. Unter anderem verlängerten sich bei Schnee die Bremswege stark, heißt es aus Würzburg. Gerade bei Höhenlagen drohe Bussen der Verlust der Bodenhaftung. Rutschende Fahrzeuge gefährdeten Fahrgäste, andere Verkehrsteilnehmende und die Fahrerinnen und Fahrer.
Verkehrschaos in Franken: Deutscher Wetterdienst warnt
Tatsächlich meldete die Polizei Unterfranken bis zum Vormittag bereits 45 Verkehrsunfälle sowie 35 weitere Einsätze aufgrund des Schneetreibens, vor allem im Spessart. Viele Lkw seien liegengeblieben, erläutert eine Polizeisprecherin. Verletzt wurde bis zum Vormittag nur ein Verkehrsteilnehmer leicht.
Kurz vor 12 Uhr lag die Zahl der wetterbedingten Einsätze bereits bei 90 Einsätzen, 55 davon waren Unfälle, meldete die Polizei Unterfranken. Am Abend waren es bereits 110 Einsätze und 63 Verkehrsunfälle.
Auf ihrem WhatsApp-Kanal informierte die Polizei gegen 14.30 Uhr über wetterbedingte Verkehrbeeinträchtigungen auf der A3 zwischen Marktheidenfeld und Rohrbrunn, welche zu Stau führten. Auch der ADAC-Staumelder verzeichnete einen 13 Kilometer langen Stau auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Wertheim/Lengfurt und Rohrbrunn. Der Zeitverlust betrug dort gegen 19 Uhr etwa eine halbe Stunde. Nach Angaben der Polizei soll sich die Situation auf der A9 aber stetig verbessern.
Der Deutsche Wetterdienst warnte für weite Teile Unterfrankens bis zum späten Vormittag vor Schneefall und Frost, vor Glätte teils bis zum Nachmittag.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 19. Februar gegen 19.13 Uhr aktualisiert.