Verschollene Bilder sind zurück: Seltene Archivaufnahmen zeigen den Kaufhof im Wandel
19.02.2026, 04:55 Uhr
Von der Nachkriegszeit über Insolvenzen bis zu neuen Ideen - eine Zeitreise durch über 70 Jahre Stadtgeschichte. Seltene Aufnahmen aus unserem Archiv erzählen vom Aufstieg, Niedergang und Neustart des Kaufhof-Areals.

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1/31 - Bevor der Kaufhof in den 1950er‑Jahren entstand, prägten um 1913 Neubauten des späten 19. Jahrhunderts und modernisierte Bürgerhäuser aus reichsstädtischer Zeit das Bild der Königstraße. © Sammlung Sebastian Gulden

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2/31 - Die Aufnahme zeigt die Pfannenschmiedsgasse an der Ecke zur Mauthalle. © VNP

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3/31 - Nach dem Zweiten Weltkrieg liegen Teile der Königstraße in Trümmern. Links im Bild steht die Fassade der Mauthalle weitgehend unversehrt. Hinter ihr wird wenig später der Kaufhof entstehen. © Gertrud Gerardi/VNP

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4/31 - Ende der 1940er‑Jahre prägten Bauarbeiten das Bild der Königstraße: Die Mauthalle wurde wieder aufgebaut, und im Hintergrund entstand der Kaufhof. © privat

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5/31 - Als erstes Warenhaus nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Kaufhof 1950 in Nürnberg eröffnet. Die Nürnberger Architekten Franz Reichel und Robert Vogel hatten die Pläne geliefert. Dieses Bild zeigt die originale Dachgestaltung. © Gertrud Gerardi

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6/31 - Dieses Bild von 1953 zeigt die originale Fassadengestaltung. In den 1960er‑Jahren wurde die Fassade erneuert und umgestaltet. © Sammlung Sebastian Gulden

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7/31 - Aus der Säule am Südosteingang des Kaufhofgebäudes ragte fast plastisch „Der Rufer“ hervor. Die in den Sandstein eingearbeitete Figur stammte von dem Bildhauer Karl Knappe. Die Aufnahme entstand kurz nach der Eröffnung. © NN

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8/31 - Im Dezember 1954 befanden sich viele Nürnbergerinnen und Nürnberger im Kaufrausch. Der weihnachtlich geschmückte Kaufhof verzeichnete regen Andrang. Das deutsche Wirtschaftswunder machte sich damals besonders im Einzelhandel bemerkbar. © Gerardi, NN

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9/31 - Anfang der 1960er‑Jahre wurde das Warenhaus umgebaut und erweitert. Die Ecke Pfannenschmiedsgasse/Mauthalle war für den Erweiterungsbau eingerüstet. © Eckhard Graf v. Mandelsloh/VNP

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10/31 - Der Kaufhof mit seiner neuen Fassadengestaltung aus Naturstein. © Ulrich

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11/31 - Die Rasterfassade besteht bis in die Gegenwart. © NN / Hans Kammler

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12/31 - In den 1970er‑Jahren entstand vor dem Kaufhof eine Großbaustelle. Die Schienen der Straßenbahn und der Teerbelag wurden entfernt. Anschließend wurde die Fußgängerzone angelegt. © Friedl Ulrich

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13/31 - Die Einkaufssituation im Sommer 1970 unter den Arkaden der Mauthalle. Im Hintergrund wurde der sogenannte phon/Kart‑Service beworben, ein zu dieser Zeit vom Kaufhof entwickeltes und damals neuartiges Vertriebssystem. © Hochbaum

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14/31 - Anfang der 2000er‑Jahre lagen die späteren Insolvenzen noch in weiter Ferne. Im August 2004 herrschte beispielsweise großer Andrang bei einem Galeria‑Gewinnspiel vor dem Kaufhof. © Bernd Hafenrichter/VNP

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15/31 - Im Oktober 2015 feierte der Kaufhof seinen 65. Geburtstag. Markus Söder, damals noch Finanz‑ und Heimatminister, erschien gemeinsam mit Geschäftsführer Walter Endres. © Eduard Weigert/VNP

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16/31 - Im Mai 2018 zeigte sich der Kaufhof noch unverändert. Wenige Monate später wurde die Fusion von Karstadt und Kaufhof vollzogen. Von 2019 bis 2021 traten beide Häuser unter dem gemeinsamen Namen Galeria Karstadt Kaufhof auf. © IMAGO/Depositphotos

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17/31 - Im Frühjahr 2020 meldete das Unternehmen erstmals Insolvenz an. © IMAGO/Depositphotos

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18/31 - Im Januar 2022 zeigte sich der Kaufhof noch im regulären Betrieb. In diesem Jahr folgte ein zweites Insolvenzverfahren. Als Gründe wurden die Pandemie, stark gestiegene Energiepreise, eine Kaufzurückhaltung sowie Altlasten aus der Fusion von Karstadt und Kaufhof genannt. © Verena Litz

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19/31 - Im Januar 2023 meldete das Unternehmen erneut Insolvenz an. Im März 2023 wurde bekannt, dass die Filiale in der Königstraße auf der Schließungsliste stand. Aus Protest gegen den harten Sanierungskurs rief Verdi die Beschäftigten zu Warnstreiks auf. © Verena Litz

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20/31 - Auch im April kam es zu Protest: Beschäftigte schilderten ihre persönlichen Erlebnisse vor der Filiale. © Stefan Hippel/VNP

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21/31 - Im Juni 2023 schloss die Filiale dann für immer. © Stefan Hippel/VNP

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22/31 - Über ein Jahr stand die Immobilie leer. Im Sommer 2024 erwarb die Stadt das Areal. Zum Kaufpreis machte sie keine Angaben. © Stefan Hippel

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23/31 - Im Herbst 2024 begann die Wiederbelebung. Das Projektbüro Kultur der Stadt Nürnberg initiierte und kuratierte die Veranstaltungsreihe "Zukunftsmusik". © Günter Distler

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24/31 - Belebt wurde der ehemalige Kaufhof zunächst mit Kunst, Kultur und gesellschaftlicher Auseinandersetzung. © Günter Distler

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25/31 - Wie geht es mit dem Areal langfristig weiter? Die Stadt startete ein Beteiligungsformat, um die Wünsche und Ideen der Bürgerinnen und Bürgerinnen abzufragen. Im Januar 2025 auch direkt vor Ort mit Oberbürgermeister Marcus König. © Stefan Hippel

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26/31 - Zur Blauen Nacht 2025 bespielte die Akademie der Bildenden Künste das Areal und sorgte mit einem später öffentlich diskutierten Zensurvorwurf für Aufmerksamkeit. Aus Protest wurden große Banner an der Fassade angebracht. © Mily Meyer

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27/31 - Im September 2025 startete dann die gewerbliche Zwischennutzung des Erdgeschosses. © IMAGO/Ardan Fuessmann

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28/31 - Wöhrl zog mit einem Outlet ein, der Tessloff Verlag mit seinem bekannten Wissensformat „Was ist Was“ und Ikea folgte mit einem Pop-Up-Store. Zur Eröffnung kamen auch Oberbürgermeister Marcus König und Wirtschaftsreferentin Andrea Heilmaier. © Hans-Joachim Winckler

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29/31 - Im Winter 2025 wurde versteigertes Inventar des ehemaligen Kaufhofs abgeholt. © Hans-Joachim Winckler

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30/31 - Im Januar 2026 stimmte der Stadtrat mehrheitlich für die Einleitung eines strukturierten Konzeptauswahlverfahrens. Ein langfristiges Nutzungskonzept soll entstehen und anschließend zusammen mit der Immobilie an einen Investor veräußert werden. © picture alliance / Eibner-Pressefoto

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31/31 - Denkbar sind dabei zwei Optionen: eine „kleine Lösung“, die sich auf den ehemaligen Kaufhof und das Parkhaus in der Frauengasse beschränkt, sowie eine „große Lösung“, die zusätzlich den benachbarten City-Point, das Zeughaus und die Mauthalle in eine Quartiersentwicklung einbezieht. © Hans-Joachim Winckler
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