Fürth - Die Spielvereinigung muss beim Auswärtsspiel in Kaiserslautern auf Timo Schlieck verzichten. Heiko Vogel verriet, wer den Torhüter ersetzen soll - hielt sich ansonsten personell aber bedeckt.

Das Personalupdate auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel des Kleeblatts beim 1. FC Kaiserslautern bot zunächst keine Überraschungen: Sacha Bansé, Marco John, Julian Green, Luca Itter, Felix Klaus und David Abrangao werden auch die Partie am Betzenberg verpassen. Doch zum Ende fiel doch noch ein Name, der aufhorchen ließ: Auch Torhüter Timo Schlieck wird dem Kleeblatt fehlen - aller Voraussicht nach über die kommende Partie hinaus.

„Das wir die nächsten Wochen betreffen“, verriet Cheftrainer Heiko Vogel. Demnach hat sich der junge Keeper unter der Woche im Training verletzt. Konkret handele es sich um eine Muskelverletzung am Oberschenkel - allerdings nicht an derselben Stelle, die zu Saisonbeginn bereits für einen langen Ausfall gesorgt hat. Zumindest für die Partie am kommenden Samstag hat sich Vogel auf eine Vertretung festgelegt: „Silas (Prüfrock, d. Red.) hat eh schon FCK-Erfahrung, insofern ist er die schlüssige Wahl, erklärte der Fürther Cheftrainer. Als Pokaltorhüter stand Prüfrock in der 2. Runde des DFB-Pokals beim 0:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern zwischen den Pfosten.

Kehrt Ziereis zurück in die Startelf?

Offen ist indes, wer vor Silas Prüfrock in der Abwehrkette verteidigt. Der designierte Abwehrchef Philipp Ziereis, der gegen den 1. FC Magdeburg zunächst nur auf der Bank saß und beim zwischenzeitlichen Stand von 1:5 eingewechselt wurde, ist ebenso eine Option wie der wiedergenesene Noah König und der nach seiner Rotsperre wieder spielberechtigte Maximilian Dietz. „Da lass ich mir nicht in die Karten schauen“, sagte Vogel - lobte Ziereis aber dahingehend, dass er nach seiner Einwechslung gegen Magdeburg „der Mannschaft Stabilität gebracht hat, was sehr wichtig war in der Situation.“

Mit der Hereinnahme von Ziereis stellte Vogel von einer Vierer- auf eine Fünferkette um. Möglicherweise auch das System der Wahl gegen den 1. FC Kaiserslautern, um für mehr defensive Stabilität zu sorgen. Vogel macht die zuletzt zurückgekehrte Flut der Gegentore aber nicht am System fest: „Du kanst jetzt einfach pauschal sagen: Mit Viererkette fünf Gegentore, mit Fünferkette null Gegentore. Das ist mir aber definitiv zu einfach. Wenn ich mit einer Fünferkette spiele, verliere ich vielleicht auch einen Spieler nominell für die Offensive. Wir haben sowohl mit Vierer-als auch auch mit Fünferkette schon weniger gute Defensivleistungen gebracht.“ Vielmehr sieht der Fürther Übungsleiter die Ursache im „Momentum“ - und das sei nach der Hereinnahme von Ziereis gegen Magdeburg wieder auf die Seite des Kleeblatts gekippt.

Kaiserslautern: „Sehr fordernd und aggressiv“

Egal, ob mit Vierer- oder Fünferkette: Beim 1. FC Kaiserslautern erwartet das Kleeblatt eine schwere Aufgabe. „Der FCK ist natürlich aufgrund des Stadions und der Fans eine Heimmacht“, so Vogels Einschätzung. Der Fürther Coach erwartet die Roten Teufel am Samstag deshalb „sehr fordernd und sehr aggressiv gegen den Ball.“ Für seine Mannschaft werde es wichtig sein, „in der Anfangsphase des Spiels Sicherheit walten zu lassen und nichts zuzulassen, dann beruhigt sich das vielleicht. Aber mit Sicherheit ist das Stadion mit den Fans ein großer Vorteil.“

In der Wucht des Betzenbergs sieht Vogel zwar einen Vorteil für die Heimelf, im Umkehrschluss aber keinen Nachteil fürs Kleeblatt. „Ich denke, dass es für jeden Spieler ein Traum ist, vor so einer Kulisse zu spielen. Schöner geht‘s nicht, deswegen freuen wir uns auch darauf.“