Nürnberg - Sparsame Mieter können für den Wasserverbrauch ihrer Nachbarn zur Kasse gebeten werden. Das jedenfalls zeigt eine europaweite Studie, die daneben auch Tipps zur Kostensenkung gibt.

Mieter in Mehrfamilienhäusern kennen das Problem häufig: Der eigene sparsame Wasserverbrauch bringt wenig, wenn sich die Nachbarn verschwenderisch verhalten. Das gilt zumindest bei pauschaler Abrechnung nach Wohnfläche oder Personenanzahl, wie die Studie von WE Data Europe zeigt. Wird der Gesamtverbrauch im Haus gleichmäßig verteilt, gibt es immer sowohl Nutznießer als auch Leidtragende.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine verbrauchsabhängige Abrechnung beträchtliche Einsparpotentiale mit sich bringen könnte. In Deutschland würden dadurch allein beim Kaltwasser mehr als 5 Prozent an Trinkwasser einbehalten werden. Noch höhere Werte dürften erreicht werden, sobald digitale Echtzeitzähler zum Einsatz kommen. Hier spricht die Studie gar von bis zu 25 Prozent, die gespart werden könnten.

Für Verbraucher liegt die Lösung demnach vor allem in Zählern, die nur den eigenen Haushalt berücksichtigen. Der individuelle Verbrauch wird dadurch nicht nur transparent, sondern kann bei Bedarf auch einfacher optimiert werden. Das sollte darüber hinaus auch im Sinne des Vermieters sein, ließen sich dadurch doch mitunter lästige Konflikte vermeiden. Für nicht wenige Mieter dürfte dies zudem zu geringeren Nebenkosten führen - sofern sie nicht selbst Profiteure der Pauschalabrechnung sind.