
Die Faschingstage stehen vor der Tür und damit auch die ein oder andere Party. Doch schon bevor die möglichst unbeschwerte Feierei losgehen kann, kursieren auf Social Media Gerüchte um eine neue Masche zur Verabreichung von K.O.-Tropfen. Den Gerüchten nach sollen die Tropfen auf Toilettenpapier verteilt und dann durch die Schleimhäute aufgenommen werden. Doch was steckt dahinter? Kann nun schon der Klogang zur Gefahr werden?
Im Netz findet man inzwischen schon einige Informationen dazu, dass an dieser Behauptung nichts dran sein kann. Das Universitätsklinikum Freiburg schreibt beispielsweise bei Instagram zu dem Klopapier-Gerücht: „Im Normalfall ist es nicht realitisch. Damit eine Wirkung entsteht, bräuchte es mehrere Milliliter einer Substanz – und über einen kurzen Kontakt mit trockenem Toilettenpapier ist eine Aufnahme in den Körper kaum möglich.“
Experten sagen gegenüber dem SWR, dass die K.O.-Tropfen das Toilettenpapier beim Kontakt unbrauchbar machen würde, weil das Papier aufgrund der Flüssigkeit sofort durchweichen würde. Auch Substanzen, die als Pulver oder Pillen daher kommen, können nicht über Klopapier verabreicht werden. Es scheint schlichtweg nicht möglich, dass über das Klopapier so große Mengen der Substanzen aufgenommen werden, dass eine Wirkung spürbar wäre.
Die Polizei Konstanz informiert über die Sozialen Medien ebenfalls, dass den Beamten nach aktuellem Stand keine entsprechenden Meldungen vorlägen. Dennoch scheint sich das Gerücht, davon zeugen die Kommentare unter dem Facebook-Post, bereits verbreitet zu haben. Userinnen berichten, dass auf der Damentoilette nach Taschentüchern gefragt werde, um kein Klopapier benutzen zu müssen. Die Beamten aus Konstanz aber stellen klar: „Die geschilderte Vorgehensweise ist der Polizei nicht bekannt.“
Viel wichtiger ist es also weiterhin, sein Getränk immer im Auge zu behalten und von fremden auch keinen Drink anzunehmen.