
In Neuburg an der Donau steht die ehemalige JVA zum Verkauf. Darüber berichtet br24.de. Mit dem Ende des vergangenen Juli haben die letzten Insassen das Areal verlassen, der Freistaat Bayern hatte das Gefängnis aufgegeben, weil es sich wirtschaftlich nicht mehr getragen hatte. Seitdem steht der etwas in die Jahre gekommene Knast leer. Um ihn vor weiterem Verfall zu retten, soll er nun laut der Kommune verkauft werden - lange hatte sich die Stadtverwaltung mit dem Gedanken getragen, die Immobilie in der Altstadt selbst zu erwerben. Die noch betriebene Jugendhaftanstalt in Neuburg-Herrenwörth wird indes weiter betrieben.
Für den oder die Besitzer bietet das große Areal jede Menge Gestaltungsspielraum. Dem BR zufolge kann nahezu fast alles weiter genutzt werden.
Christina Nick von Immobilien Freistaat Bayern erklärt in einem Video des öffentlich-rechtlichen Senders, dass alle Elemente, die eine Sicherheitsrelevanz haben, bereits aus dem Areal entfernt worden seien. Doch Zellengitter beispielsweise sind in der Fläche geblieben - und können vom dem- oder derjenigen, die den Knast nutzen wird, weiterverwendet werden. „Das ist gekauft wie gesehen“, sagt Nick in diesem Video weiter. Dabei können ja Werkstatträume, Zellengitter oder die schweren Türen einer neuen Nutzung zugeführt werden oder immerhin mit ihrem ganz eigenem Charme punkten.
Das Gebäude hat außerdem einen historischen Hintergrund, mit dem man arbeiten und ihn auch als Argument für die Bespielung nutzen kann: Erbaut wurde die JVA Neuburg in der Altstadt und ist ein Baudenkmal mit Kernen aus dem 16. Jahrhundert, früher war hier die Hofreitschule der Familie Wittelsbacher beheimatet. Im Zwei-Jahres-Turnus finden um den ehemaligen Knast zudem das beliebte Schlossfest statt.
Angebote können Interessierte beim Freistaat Bayern einreichen. Das höchste Gebot soll den Zuschlag bekommen - und das vormalige Gefängnis nach eigenen Vorstellungen gestalten - zum Beispiel zu einem zweiten Knasthotel in Bayern. Das erste seiner Art findet sich seit einigen Jahren in Amberg.
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