Nürnberg - Am 4. Februar 2026 stellte die Umweltreferentin den Bericht „Stadtgrün“ vor. Er zeigt, wie Nürnbergs Grünflächen Lebensqualität, Klima und Artenvielfalt stärken - und wie viel Fläche der Stadt versiegelt ist.

In der Sitzung des Umweltausschusses am Mittwoch, 4. Februar 2026, stellte Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit, den aktuellen Bericht „Stadtgrün“ vor. Laut diesem sind Nürnbergs Grünflächen nicht nur gut für das Klima, sondern stärken auch die Lebensqualität der Bürger und tragen zur Artenvielfalt in der Stadt bei.

In seiner Sitzung hat sich der Umweltausschuss darüber ausgetauscht, wie grün Nürnberg schon ist und wo noch Nachholbedarf ist. Britta Walthelm sagt: „Nürnberg verfügt über wertvolle Grünstrukturen und hat in den vergangenen Jahren viel erreicht. Gleichzeitig bleibt es unsere Aufgabe, bestehende Grünflächen zu sichern, neue Flächen zu entsiegeln und besonders in dicht bebauten Stadtteilen mehr Grün zu schaffen.“ Die Zahl ist überschlagen - aber es sollen mindestens 500.000 Bäume im Siedlungsgebiet wachsen, 270.000 davon stehen auf öffentlichen Flächen, Wälder seien in diese Zahl nicht einbezogen.

Fast die Hälfte von Nürnberg ist grün

Seit 2024 gilt auch in Nürnberg die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur. Diese Verordnung verpflichtet Städte und Staaten dazu, Grünflächen systematisch zu erfassen und zu verbessern. In Nürnberg gibt es bereits zahlreiche Grünflächen in Form von gestalteten Parks, naturnahen Bereichen, privaten Gärten und öffentlichen Anlagen. Dazu gehören rund 590 Hektar öffentliche Grün- und Parkanlagen, etwa 80 Hektar Spielplätze, rund 2.800 Hektar Wald sowie ungefähr 3.160 Hektar landwirtschaftliche Flächen. Insgesamt sind diese Flächen aus Wiesen und Wälder rund 9.070 Hektar groß. Somit ist fast die Hälfte von Nürnberg begrünt. Wie wichtig diese Grünanlagen sind, betont auch Walthelm: „Stadtgrün ist dabei weit mehr als ein schöner Anblick: Es ist ein zentraler Baustein für Gesundheit, Klimaanpassung und sozialen Zusammenhalt sowie für eine klimaresiliente und lebenswerte Stadt.“

Im Vergleich zu anderen Städten viele versiegelte Flächen

Auch in einer aktuellen Luftbildanalyse ist zu sehen, dass rund 45 Prozent der Stadt Nürnberg mit Pflanzen bedeckt sind. Den besten Wert erreicht dabei Buchenbühl mit etwa 80 Prozent. Das Schlusslicht bildet Tafelhof mit nur rund zehn Prozent begrünten Flächen. Aus der Analyse geht auch der Baumüberschirmungsgrad hervor. Damit wird gemessen, wie stark die Baumkronen die Fläche überdecken. Dieser Grad liegt insgesamt bei rund 20 Prozent, innerhalb von Siedlungsflächen, also Flächen, die von Menschen genutzt und bebaut werden, allerdings nur bei etwa 13 Prozent. Im Vergleich zu anderen Städten hat Nürnberg hat bereits viele versiegelte Flächen wie Straßen und Gebäude. Dennoch sind in den vergangen Jahren sind nur wenige neue dazugekommen.

Grünflächen in Nürnberg werden gesichert und weiterentwickelt

In seiner Pressemitteilung resümiert der Umweltausschuss auch, dass in Nürnberg seit 2020 „zahlreiche Maßnahmen“ umgesetzt worden sind, um Grünflächen nicht nur zu sichern, sondern sie auch weiterzuentwickeln. „Über die Bauleitplanung wurden 22,6 Hektar öffentliche Grünflächen (rund 32 Fußballfelder, d. Red.) und 2,2 Hektar Spielflächen gesichert, das heißt, sie können nicht mehr bebaut werden“, führt der Ausschuss aus. Außerdem habe der Servicebetrieb Öffentlicher Raum 18,4 Hektar neue Grünflächen und 3,5 Hektar neue Spielflächen geschaffen. Defizite, so der Ausschuss weiter, bestünden vor allem innerhalb des Mittleren Rings. Diese müssten gezielt angegangen werden.

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