Florida - In Florida ist es derzeit unüblich kalt. Das bemerken vor allem Grüne Leguane, die dort vermehrt leben. Aufgrund der niedrigen Temperaturen verfallen sie in eine Kältestarre und fallen dadurch von den Bäumen.

Es klingt fast wie eine Plage: Im Bundesstaat Florida in den USA fallen aktuell massenhaft grüne Leguane von den Bäumen. Anders, als manche Medien berichteten, sind diese aber nicht tot, sondern aufgrund der ungewöhnlichen Kälte in Florida in eine Kältestarre verfallen, quasi in einen Überlebensmodus.

Bei Leguanen handelt es sich um wechselwarme Tiere, die ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren können. Deshalb sind sie auf die herrschenden Temperaturen ihrer Umgebung angewiesen, die in Florida aktuell zu niedrig für sie ist. Wie unter anderem tagesschau24 berichtet, fühlen sich die Tiere bei 25 bis 28 Grad am wohlsten.

Zustand beginnt bereits ab sieben Grad Celcius

Die tropischen Reptilien, von denen zahlreiche Exemplare in dem Bundesstaat leben, werden durch die niedrigen Temperaturen sehr träge und regungslos, wodurch sie den Halt verlieren und von den Bäumen fallen. Die Trägheit beginnt laut dem Portal geo.de bereits, sobald die Temperatur unter etwa zehn Grad sinkt, die Kältestarre ab circa fünf bis sieben Grad.

Die Körperfunktionen werden in diesem Zustand minimiert, um Energie zu sparen. Demnach „tauen“ die Tiere wieder auf, sobald die Temperaturen wieder steigen. Sie tragen von dem Zustand der Kältestarre keine bleibenden Schäden. Da sich die Leguane dann aber bedroht fühlen könnten, falls Bewohnerinnen und Bewohner die herabgefallenen Tiere einfach mit ins Haus nehmen, warnen Fachleute vor diesem Vorgehen. Denn sie könnten „beißen oder mit ihren kräftigen Schwänzen zuschlagen“, schreibt geo.de.

In den Medien wird die aktuelle Situation fast schon lustig dargestellt. „Es regnet Leguane“ schreiben mehrere Nachrichtenportale, ehe über die Situation aufgeklärt wird. Bäume gehören zum Lebensraum der Reptilien, weshalb sie von diesen herunterfallen, sobald sie in die Kältestarre verfallen. Danach wirken sie wie tot, Atmung und Herzschlag laufen aber weiter, schreibt geo.de. Vor Ort wird sich aber um die Tiere gekümmert. Der Tagesschau24 zufolge hat die „zuständige Naturschutzbehörde FWC [...]Sammelstellen für die regungslosen Tiere ein[gerichtet] - falls Bewohner sie von ihren Grundstücken entfernen wollen.“ Im Internet gibt es mehrere Videos und Bilder, die zeigen, wie die Tiere herunterfallen.