Ansbach - In den letzten Tagen kam es in Franken vermehrt zu Betrugsmaschen übers Telefon. Die Polizei warnt die Bevölkerung erneut eindringlich vor dieser und ähnlichen Vorgehensweisen.

Am vergangenen Dienstagnachmittag erhielt ein 83-Jähriger einen Anruf von einem vermeintlichen Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken teilte ihm die Dame am Telefon mit, dass seine Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hat und er nun die Kaution zahlen müsse. Schließlich brachte sie den Mann dazu, Bargeld und Münzen im Wert von 70.000 Euro an einen unbekannten Geldabholer zu übergeben.

Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilt kam es in den letzten Tagen im westmittelfränkischen Raum vermehrt zu derartigen Anrufen. Die Betroffenen erkannten den Betrug jedoch. Die Ermittlungen führt das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei Nürnberg.

Die Polizei warnt die Bevölkerung erneut vor diesen Betrugsmaschen und bittet, ältere Personen über folgende Warnhinweise aufzuklären:

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen, sondern legen Sie sofort auf.
  • Die Polizei oder die Staatsanwaltschaft werden Sie niemals um Geldbeträge bitten oder Sie nach Ihren Vermögensverhältnissen fragen.
  • Die Polizei wird niemals telefonisch die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen fordern.
  • Gehen Sie nicht auf Telefonate ein, die Sie ungewollt erhalten.
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
  • Wenn ein Anrufer Sie auffordert, die 110 zu wählen, um die Richtigkeit seines Anliegens zu verifizieren, beenden Sie das
  • Gespräch, legen Sie den Hörer auf und rufen Sie dann eigenständig bei der Polizei an.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Schmuck an unbekannte Personen.
  • Nutzen Sie die Möglichkeiten Ihrer Telefonanlage oder Ihres Telefonanbieters, um unliebsame Anrufe zu sperren (z. B. Verhinderung von Telefonaten aus dem Ausland).
  • Wenn Ihre Telefonnummer nicht in öffentlichen Verzeichnissen stehen soll (z. B. dem Telefonbuch), dann lassen Sie die Nummer dort löschen.
  • Sprechen Sie mit älteren Menschen in Ihrem Bekanntenkreis / Ihrer Nachbarschaft über dieses Phänomen.

Verdächtige Anrufe sollen umgehend bei der Polizei gemeldet werden.

Auch auf Kleinanzeigenportalen geraten Verkäufer immer wieder ins Visier von Betrügern.


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