
Mit bunten Designs und Geschmacksrichtungen wie Melone und Minze kommen E-Zigaretten vor allem bei jungen Leuten gut an, an Schulen erfahren sie starke Beliebtheit. Allerdings waren in jüngster Vergangenheit auch immer mehr sogenannte „Baller-Liquids“ und „Zombie-Liquids“ aufgetaucht - auch in Oberfranken. Ein Problem: Es handelt sich hierbei um eine illegale Droge, die in herkömmlichen E-Zigaretten und Vapes konsumiert werden könne, teilt das Polizeipräsidium Oberfranken mit.
Doch jetzt gibt es gute Nachrichten: Wie das Polizeipräsidium Oberfranken in einer Mitteilung informiert, ist Beamtinnen und Beamten wohl ein Schlag gegen den Drogenhandel gelungen. Demnach sind in Oberfranken neun Verdächtige festgenommen worden. Sie sollen die illegale, chemisch veränderte, berauschende Flüssigkeiten an Minderjährige verkauft haben. Die Tatverdächtigen im Alter von 15 bis 29 Jahren sitzen der Polizei zufolge aktuell in Untersuchungshaft.
Ermittelt worden sei in Oberfranken wegen dieser Substanzen, die oft als bunte Flüssigkeiten in Fläschchen ohne Kennzeichnung verkauft würden, schon in mehr als 100 Fällen, berichtet auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa).
Wie aus der Mitteilung der Polizei hervorgeht, hatten Polizei und Staatsanwaltschaft die Stadt Hof als Schwerpunkt ausgemacht. Nach derzeitigem polizeilichen Ermittlungsstand enthalten die Liquids oftmals hochwirksame, synthetische Cannabinoide. Der Konsum könne zu Enthemmung und Halluzinationen führen, informiert die Polizei.
Damit nicht genug: „Baller-Liquids“ könnten auch schwere, teils sogar lebensgefährliche gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Zu den Gefahren gehören laut Polizei Herzrasen, Krampfanfälle, Angst- und Panikattacken, Wahnvorstellungen und Psychosen. Im Zuge des Konsums seien mehrfach medizinische Notfallbehandlungen nötig geworden.
Polizei warnt vor „Baller-Liquids“ - diese Gefahren birgt die illegale Droge
Diese Liquids seien besonders bei Jugendlichen beliebt, weil sie in herkömmlichen E-Zigaretten oder Vapes verdampft werden könnten, heißt es in der polizeilichen Mitteilung. Allerdings ist es gesetzlich verboten, sie zu verkaufen und zu besitzen - ohnehin dürften Minderjährige keine E-Zigaretten oder Vapes nutzen.
In ihrer Mitteilung ruft die Polizei Eltern dazu auf, ihre Kinder über Gefahren von Drogenkonsum, gerade auch im Zusammenhang mit E-Zigaretten, aufzuklären. Wer nach dem Verdampfen von Liquids Symptome wie Übelkeit, Angstzustände oder Herzrasen bemerke, solle sofort Hilfe bei einer Ärztin oder einem Arzt suchen. Weiter warnt die Polizei davor, dass bereits der erstmalige Konsum von E-Zigaretten nachhaltig schädlich wirken kann - gerade bei Kindern und Jugendlichen. Sollten Liquids zudem verbotene Substanzen enthalten, könne der Konsum sogar tödlich enden, informiert das Polizeipräsidium Oberfranken. Daher rät die Polizei dringend davon ab, E-Zigaretten mit unbekanntem Inhalt zu verwenden.
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