Kempten - Eine Fabrik aus Bayern muss Insolvenz anmelden. 250 Angestellte bangen ab sofort um ihre Jobs. Wie es nun weitergeht.

Es ist ein Schock für die dortige Region und für Hunderte Angestellte: Die KMF Kemptener Maschinenfabrik GmbH hat beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung eingereicht. Wie unter anderem bild.de dazu berichtet, sei der Vorgang Anfang des Jahres eingeleitet worden.

Dadurch wolle man versuchen, die Zukunft des Unternehmens aus Bayern doch noch irgendwie sichern zu können. Als Grund für den Schritt wurde in einer Stellungnahme ein stark gestiegener Liquiditätsbedarf aufgrund von hohen Investitionsausgaben angegeben.

Wie aus dieser Entscheidung weiter hervorgeht, hat die Beratungsgesellschaft Falkensteg die KMF beim Amtsgericht Kempten sowie die Buck GmbH beim zuständigen Amtsgericht in Ravensburg angemeldet. Die beiden Unternehmen gehören zur Hydraulik Nord Group. Andere Firmen der Gruppe seien ausdrücklich nicht von diesem Vorgang betroffen, betonen die Verantwortlichen.

Schock in Bayern: Fabrik insolvent - 250 Jobs stehen nun auf der Kippe

Ziel sei nun eine umfassende Restrukturierung. „Auch die Mitarbeiter ziehen maximal mit. Es gibt kaum Krankmeldungen und die Mitarbeiter sind bereit, mehr zu arbeiten“, gibt Projektleiter Maximilian Schneider von der Beratungsgesellschaft Falkensteg gegenüber dem Springer-Verlag weiter zu Protokoll.

Der Geschäftsbetrieb laufe während des aktuellen Verfahrens ohne Beeinträchtigungen weiter. Die Löhne der Angestellten seien zudem für die kommenden drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert. KMF hat laut eigenen Angaben rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, knapp 50 Menschen sind zudem bei Buck angestellt.

KMF hat sich auf die Produktion von Lösungen für die Land- und Baumaschinenindustrie sowie auf Motorenantriebe für Nutzfahrzeuge spezialisiert. Der Firmenteil Buck wurde einst im Jahre 1961 gegründet. Seitdem werden dort Bauteile für Motoren und Getriebe hergestellt. Nun versuchen die rund 250 Angestellten nachweislich alles, um die Zukunft des Unternehmens und das eigene Schicksal irgendwie retten zu können.

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