
Bereits jetzt füllen große Acts die Konzerthallen und -arenen für 2026: Die K‑Pop‑Giganten BTS treten in München auf, Harry Styles geht nach vier Jahren wieder auf Tour und auch Linkin Park sowie Ariana Grande stürmen wieder die Bühne.
Oft übersteigt die Nachfrage nach einem Auftritt aber deutlich das Angebot. So etwa auch während Taylor Swifts rekordbrechender Eras Tour. Allein während dem US‑Tourteil versuchten inklusive Bots insgesamt rund 14 Millionen Konten, Tickets zu ergattern. Der Grund: Konzerthighlights und große Comebacks ziehen nicht nur alte und neue Fans an, sondern auch Menschen, die vor allem eines im Blick haben - Tickets mit Gewinn weiterzuverkaufen.
Besonders bei stark gefragten Konzerten laufen Fans Gefahr, Opfer von Betrug zu werden. In der Verzweiflung weichen viele von offiziellen Verkaufsplattformen ab und wenden sich Kleinanzeigen, Ticketbörsen oder Drittanbietern zu. Das kann jedoch riskant sein.
Private Ticketverkäufer wollen durch den Weiterverkauf vor allem an begehrten und vergriffenen Tickets verdienen. Die Preise sind deswegen horrend hoch, sollten die Tickets wirklich existieren - oder aber verdächtig niedrig, sollte es sich hierbei um einen Scam handeln.
Fakes auszuschließen
Besonders bitter wird es, wenn sowohl Geld als auch Konzerterlebnis verloren gehen. Immer wieder fallen Fans auf Tickets herein, die schlicht nicht existieren. Um Fakes auszuschließen, rät watson, sich vor dem Kauf eine Bestellbestätigung zeigen zu lassen. Sollten Betrüger auch diese fälschen, lassen sich Hinweise beispielsweise an der Qualität des Dokuments, an E‑Mail‑Adressen oder an auffälligen Rechtschreib- oder Tippfehlern erkennen.
Alexander Wahl, Jurist bei der Europäischen Verbraucherzentrale Deutschland (EVZ Deutschland), erklärte gegenüber der ING Bank, dass seriöse Verkäufer grundsätzlich Zahlungsarten wie Lastschrift, Kreditkarte oder Dienste mit Käuferschutz anbieten. Wenn ausschließlich Vorkasse möglich ist, sollte man vorsichtig sein und das Angebot meiden.
Die Verbraucherzentrale warnt zudem, dass viagogo kein offizielles Ticketverkaufsportal ist, sondern lediglich eine Plattform, auf der private Verkäufer Karten einstellen können. Auch der Ticketanbieter Ticketmaster rät vom sogenannten Sekundärhandel ab. Zu entsprechenden Plattformen gehören neben viagogo auch Stubhub.de oder Ticketbande.
Unseriöse Angebote erkennen
Zwar ist Vorsicht geboten, doch es gibt auch seriöse Börsen und Anbieter, betont das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland. Bei der Nutzung solcher Plattformen empfehlen die Verbraucherschützer, ausschließlich per Kreditkarte, Lastschrift oder über Zahlungsdienstleister mit Käuferschutz zu zahlen, um im Betrugsfall das Geld zurückfordern zu können.
Um bei ausverkauften Konzerten dennoch an Tickets zu kommen, können Fans häufig auf die offiziellen Resell‑Seiten der ursprünglichen Ticketplattformen ausweichen. Werden Tickets zurückgegeben oder storniert, können sie dort sicher und reguliert erneut erworben werden.
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