Wien - Auf der Speisekarte eines Restaurants in Wien steht das wohl „exklusivste Schnitzel“ - für saftige 395 Euro. Das Gericht soll dabei vor allem eine bestimmte Zielgruppe ansprechen.

Außen goldbraun und knusprig, innen zart: Das Schnitzel gehört zu den Klassikern der deutschen und österreichischen Küche. Für ein traditionelles Wiener Schnitzel vom Kalb müssen Gäste im Restaurant mit 25 bis 30 Euro in der Regel mehr bezahlen als für eines vom Schwein. Doch ein Lokal in Wien treibt den Preis für das Gericht auf die Spitze: In der „Spelunke“ kostet das Wiener Schnitzel 395 Euro.

Auf der Website des Restaurants wird das Gericht als „exklusivstes Schnitzel Österreichs“ beworben. Unter dem Namen „Kaiser Karl“ serviert die Küche Wagyu-Filet, eine besonders hochwertige Rinderrasse aus Japan, dazu klassische Beilagen wie Preiselbeeren, Petersilienkartoffeln und Salat - und für die Extra-Dekadenz: Beluga-Kaviar. Getoppt wird das Luxus-Schnitzel mit „23-karätigem Blattgold und Zitronenparfum“. Laut Restaurantangaben reicht die Portion für zwei Personen.

Die Idee stammt vom 28-jährigen Küchenchef Alexander Knelle aus Rheinland-Pfalz, berichtet die Bild-Zeitung. Eine Sprecherin des Lokals erklärt gegenüber der Zeitung, man wolle mit dem teuersten Schnitzel „natürlich wohlhabende Touristen, vor allem aus den Emiraten, anlocken. Mit Luxus und Dekadenz.“ Knelle und sein Team hätten lange recherchiert und weltweit kein teureres Wiener Schnitzel gefunden.

Wiener Schnitzel für 395 Euro: Gemischte Reaktionen auf das Luxus-Gericht

Die Reaktionen in den sozialen Medien auf das Luxus-Schnitzel sind gemischt. Einige Nutzer zeigen sich begeistert: „Würd ich schon probieren“ oder „Gelungen, großes Kompliment“ kommentieren sie unter dem Beitrag des Restaurants. Andere äußern sich noch unschlüssig: „Das ist entweder verrückt oder legendär“. Wieder andere finden die Kreation aus dem Wiener Lokal überflüssig und kritisieren das Gericht. „So ein Blödsinn. Ergibt geschmacklich keinerlei Sinn“, „Wow das ist ziemlich unnötig“ oder „das ist es, was die Welt gerade braucht, bravo!“ ist in der Kommentarspalte zu lesen.

Für Gäste, die den österreichischen Klassiker genießen möchten, ohne tief in die Tasche zu greifen, bietet die „Spelunke“ auch eine traditionelle Version ohne Blattgold und Kaviar für 29 Euro an.