Santa Cruz de Tenerife - Allerorts steigen die Kosten und auch der Tourismus - auch auf den Kanaren: Im Nationalpark auf Teneriffa können Gäste den Vulkan Teide ab sofort nicht mehr einfach bewandern. Auf bestimmten Wegen fällt eine Gebühr an.

Ab sofort kostet das Wandern hier etwas: Der Verwaltungsrat in Teneriffa hat die erste Ökoabgabe für den Nationalpark El Teide eingeführt. Demnach müssen alle Besucher, die nicht auf der Insel ansässig sind, eine At Wegzoll zahlen, um den Telesforo-Bravo-Weg (PNT 10) sowie den Montaña-Blanca–La-Rambleta-Weg (PNT 07) im Nationalpark nutzen zu dürfen - das gilt in bestimmten Zeitfenstern. Darüber berichtet zum Beispiel die Webseite teneriffa-news.com.

Die Buchungen erfolgen über die Plattform Tenerife ON - ausschließlich per Debit- oder Kreditkarte. Nach Angaben des Verwaltungsrats liegen die Preise bei bis zu 25 Euro für alle, die keine Anwohner sind, sowie drei bis sechs Euro für Bewohner anderer Kanarischer Inseln. Bürger auf Teneriffa dürfen weiterhin kostenlos wandern. Die Gebühren variieren laut den Behörden-Angaben nach Wochentagen, Nutzerprofilen (Alter oder Sozialstatus) und ausgewähltem Weg.

Auf der zweiten Strecke, die nun mit Gebühren behaftet ist, dem Telesforo-Bravo-Weg gelten ab sofort täglich zwischen 9 und 17 Uhr ebenfalls Tarife - während Einwohner Teneriffas sowie Kinder bis 14 Jahre kostenlos wandern dürfen, werden für Gäste anderer Kanarischer Inseln sechs Euro und für alle anderen Besucher 15 Euro fällig.

Ziel der Gebühren im Teide-Nationalpark sind nicht nur Einnahmen

Rosa Dávila, Präsidentin des Verwaltungsrates, nannte die Ökoabgabe ein klares Bekenntnis zum Schutz des Teide-Nationalparks. Die Maßnahme sei „fair und ausgewogen“, zitiert t-online.de. Ziel sei es, nicht nur Einnahmen zu generieren. Der Zugang zum Nationalpark sei zudem so besser kontrollierbar, man könne Besucher nun lenken und sensible Bereiche des Naturschutzgebiets entlasten. Das eingenommene Geld soll dazu verwendet werden, „die Erhaltung, Sicherheit und Qualität für Nutzer zu verbessern“, so Dávila.

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