
Nach einer Schließungswelle in der Breiten Gasse, tut sich dort wieder etwas. Diesmal gibt es gute Nachrichten: Gerade verdecken Plakate noch den Blick ins Ladeninnere, doch bereits in wenigen Monaten eröffnet in der Hausnummer 33 ein neues Geschäft. Anfang April soll es so weit sein und „Emperatur“ startet mit seiner dritten Filiale in der Nürnberger Innenstadt, dort, wo zuvor „Schmuckrausch“ einen Standort hatte. Das bestätigt „Empteratur“-Geschäftsführer Vahid Mohammadi im Telefonat mit der nordbayern.de-Redaktion.
Bereits seit Oktober 2022 gibt es das Juweliergeschäft „Emperatur“ Mohammadi zufolge. Mit der Eröffnung der ersten Filiale in den Erlanger Arcaden erfüllte der 30-Jährige sich damals einen Traum, wie er im Gespräch sagte. Im Sommer 2025 folgte der nächste Store im Flair Fürth. „Ich habe mir Stück für Stück etwas aufgebaut“, so Mohammadi, der im Iran geboren und aufgewachsen ist.
„Mein Papa hat mich dort als Kind immer in eine Juwelierwerkstatt geschickt. Da habe ich gelernt, mit Diamanten und Gold zu arbeiten.“ Mit 14 Jahren sei er nach Deutschland gekommen, habe die Sprache gelernt, seinen Schulabschluss und eine Ausbildung gemacht und anschließend als Heizungsbauer gearbeitet. Doch das habe ihn nie erfüllt, sagt Mohammadi.
„Ich wollte das machen, was ich liebe.“ Deshalb fasste er den Entschluss und gründete „Emperatur“. Das Juweliergeschäft bietet Schmuck, sowie das Stechen von Piercings an. Das Sortiment bezieht der Laden Mohammadi zufolge hauptsächlich aus der Türkei. Er arbeite aber auch mit thailändischen und chinesischen Händlern zusammen – „aber mit Werkstätten, nicht mit Großhändlern“, sagt er. Die Produkte bestehen ihm zufolge vornehmlich aus 925er Echtsilber oder Edelstahl, welches sich nicht verfärbe, sagt Mohammadi. Bei den Piercings handelt es sich laut ihm um nickelfreie Titan-Piercings.
Das Konzept inklusive des Angebots ist in jeder der drei „Emperatur“-Filialen das Gleiche. Übrigens: Ursprünglich sollten die Geschäfte gar nicht „Emperatur“ heißen, sondern „Emperium“ – in Anlehnung an das ehemalige persische Königreich. Das verrät Mohammadi im Gespräch. Da der Name allerdings bereits patentiert war, entschied er sich für „Emperatur“. Das Logo hingegen erinnert weiterhin an einen Faravahar, der als ein Symbol der persischen Kultur gilt.
Die Eröffnungsfeier inklusive DJ ist am 4. April ab 12 Uhr geplant. Bis es allerdings so weit ist, ist noch einiges zu tun. Denn noch ist im Ladeninneren Baustelle. Derzeit ist Mohammadi außerdem auf der Suche nach neuen Mitarbeitenden für den Nürnberger Standort.
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