
Immer wieder versuchen Kriminelle ahnungslose Menschen, um ihre privaten Daten oder sogar Geld zu bringen. Dabei haben es die Betrüger im digitalen Zeitalter leichter als je zuvor. Oft reicht eine E-Mail und ein falscher Klick der Opfer auf einen vermeintlich sicheren Link aus und schon ist es passiert.
Auch Bankkundinnen und -kunden geraten immer wieder in den Fokus von Cyberkriminellen, die Phishing-Mails in Umlauf bringen, die auf diese Zielgruppe abzielen – so auch derzeit.
Aktuell warnt unter anderem Comdirect vor Betrugsfällen, von denen Kundinnen und Kunden der Bank betroffen sind. Die Masche der Betrüger ist dabei simpel: Kundinnen und Kunden werden laut Comdirect etwa per E-Mail oder SMS aufgefordert, Links anzuklicken, Dateianhänge zu öffnen oder eine Aktivierungsgrafik für das photTan-Verfahren weiterzugeben. Aber auch ein Betrug per Brief, über Anrufe oder etwa WhatsApp ist möglich. Ein solcher Betrug kann unter der Telefonnummer (04106) 708-2500 an comdirect gemeldet werden, so die Bank.
Comdirect steht damit nicht alleine da. Auch die Deutsche Bank sowie die Commerzbank sind Medienberichten zufolge derzeit von Betrugsmaschen betroffen – ebenso wie die Kundinnen und Kunden. Laut Angaben der Deutschen Bank tragen die gefälschten Nachrichten, die derzeit im Umlauf sind, häufig den Betreff „Aktualisierung der Banking-App erforderlich“.
Wie t-online zuerst berichtete, werden die Kundinnen und Kunden bei der aktuellen Betrugsmasche über ein angebliches „System-Update“ informiert. Demnach sollen diverse Leistungen und Services verbessert werden. Lediglich eine Zustimmung müsse man dafür erteilen – und zwar bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, der je nach E-Mail variiert.
Hier ist Obacht geboten, die Alarmglocken sollten schrillen. Denn: Das ist ein typischer Hinweis auf eine Betrugsmasche. Damit wird den E-Mail-Empfängern Druck gemacht, schnell zu handeln.
An diesen Anzeichen erkennen Sie Phishing – und das ist im Phishing-Fall zu tun
Es gibt weitere Anzeichen für Phishing: Dazu gehören neben Dringlichkeit und Links in Mails etwa unseriöse Absenderadressen, unpersönliche Anrede, kurze und unklare Fristsetzungen, Drohungen mit fehlender Nutzbarkeit sowie Rechtschreibfehler im Betreff.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Phishing-Mails immer unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keinerlei Aufforderungen nachzugehen. Falls Kundinnen und Kunden tatsächlich ein Konto bei den jeweiligen Banken haben, können sie auf der echten Internetseite oder in den entsprechenden Apps nachsehen, ob es dort ähnliche Aufforderungen gibt.
Auch die Deutsche Bank bittet ihre Kundinnen und Kunden, Phishing-Schreiben zu ignorieren und zu entsorgen. Wer den QR-Code, der in dem Brief hinterlegt ist, gescannt und seine Daten eingegeben haben sollte, sollte sich umgehend mit der Deutschen Bank in Verbindung setzen, um die Zugänge zu prüfen und gegebenenfalls zu sperren. Die Deutsche Bank fordere niemals per Brief auf, Sicherheitsupdates oder App-Aktualisierungen über einen QR-Code vorzunehmen, heißt es auf der Website der Bank.
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