
In der vergangenen Woche hat das strenge Winterwetter die ganze Bundesrepublik herausgefordert. Züge fielen tagelang aus, Gehwege wurden zu gefährlichen Eisbahnen und auf den Straßen häuften sich die Unfälle. Da wirken die aktuellen Temperaturen nahezu entspannend. Doch, so der regionale Wetterexperte Wetterochs, da könnte nochmals einiges auf uns zukommen.
Zunächst fällt am Donnerstag Regen, bevor ab dem Wochenende eine längere niederschlagsfreie Wetterlage dominiert. In den Höhen solle es mild bleiben, bodennah bilde sich eine Kaltluftschicht. Am Freitag lasse sich sogar die Sonne blicken, am Wochenende dominiere eher der Nebel.
Ab Mitte der kommenden Woche rechnet der Wetterochs dann mit fallenden Temperaturen. Bis zu minus zehn Grad seien zu erwarten. Und das muss noch nicht einmal das Ende der Fahnenstange sein. Denn in der zweiten Hälfte der kommenden Woche werde sich sibirische Kaltluft auf den Weg nach Skandinavien machen.
Ob die dann auch bei uns ankomme, sei noch unklar, aber, so der Wetterexperte weiter, man müsse „ein gewisses Potenzial konstatieren für extrem kaltes Wetter Ende Januar/Anfang Februar“.
Der Wetterochs zieht einen Vergleich zur Wetterlage Ende Januar 1956. Damals folgte ein Februar, der mancherorts als kältester Monat jemals in die Geschichte einging. In Oberstdorf im Oberallgäu wurde damals an einem Tag eine Temperatur von minus 32 Grad gemessen. Auch an anderen Orten in Bayern fielen die Thermometer unter die minus 30-Grad-Marke. Die Durchschnittstemperatur im Februar 1956 lag bei minus zehn Grad. „Natürlich sucht man als Meteorologe unwillkürlich nach Vorzeichen, dass sich so ein Ereignis wiederholen könnte“, so der Wetterochs.
