
Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilt, hat die Arbeitslosigkeit in Bayern im vergangenen Monat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Im Dezember 2025 waren demnach 17.606 Personen oder 6,0 Prozent mehr als arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenquote im Dezember um 0,2 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent gestiegen, teilt die Regionaldirektion Bayern mit.
„Der bayerische Arbeitsmarkt kann sich auch im Dezember nicht erholen“, fasst Markus Schmitz, Chef der bayerischen Arbeitsagentur und der Jobcenter, zusammen. „Mit knapp 311.000 Arbeitslosen ist die Arbeitslosigkeit zum Jahresende so hoch wie seit fast 20 Jahren nicht mehr.“ Zudem wächst die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nicht.
Mittelfranken weist höchste Arbeitslosenquote auf
Im Vergleich zum November ist die Zahl der Arbeitslosen in Bayern saisonüblich um 1,8 Prozent gestiegen. Die höchste Arbeitslosenquote weist im Dezember 2025 der Regierungsbezirk Mittelfranken mit 4,6 Prozent auf. Die niedrigste Quote im Regierungsbezirk hat der Landkreis Roth mit 2,3 Prozent. Derweil ist die Arbeitslosenquote in der Stadt Nürnberg weiterhin die höchste in Mittelfranken mit 7,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um 0,4 Prozentpunkte gesunken.
Der Freistaat Bayern belegt im Bundesländervergleich der niedrigsten Arbeitslosenquoten dennoch den ersten Platz.
„Schnelle Trendwende derzeit nicht absehbar“
Die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften ist derweil nach wie vor verhalten, betont die Bundesagentur für Arbeit. Aktuell werden 107.480 offene Arbeitsstellen gemeldet. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist im Vergleich zum Vorjahr somit deutlich um mehr als ein Zehntel gesunken. In fast allen Branchen zeigt sich demnach ein Rückgang, besonders aber in der Arbeitnehmerüberlassung und im Handel.
Zudem ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nur knapp angewachsen: Arbeitsmarktlich war 2025 von Rezession und Transformation geprägt, betont Schmitz. „Eine schnelle Trendwende ist derzeit nicht absehbar. Auch für das Jahr 2026 erwarten wir einen angespannten bayerischen Arbeitsmarkt. Die wirtschaftliche Unsicherheit, die verhaltene Nachfrage und strukturelle Herausforderungen werden uns weiter begleiten.“
Langfristig betrachtet zeichnet sich ein klarer Anstieg ab: Während es 2025 im Jahresdurchschnitt 315.000 Arbeitslose gab, waren es vor zehn Jahren noch knapp 60.000 weniger, vor fünf Jahren etwa 40.000 weniger.
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