Berlin - Ein Weltkonzern ist in den Fokus von Betrügern geraten. Damit sind nun auch Millionen von Kunden aus Deutschland potenziell betroffen. So können Sie sich und Ihr Geld nun schützen.

Wie die Verbraucherzentrale in einer aktuellen Warnmeldung bekannt macht, ist derzeit ein Schreiben in Umlauf, das angeblich vom Welt-Konzern Disney verschickt worden sei. Betroffen ist hier genauer gesagt das Streaming-Portal „Disney +“, das rund um den Globus Millionen Abonnenten zu verzeichnen hat und sich auch in Deutschland großer Beliebtheit erfreut. Die „letzte Zahlung“ könne demnach nicht „erfolgreich“ abgeschlossen werden. Die Zahlungsinformationen müssen aktualisiert werden, um den Zugang „ohne Unterbrechungen“ fortzusetzen. Der Betreff der E-Mail laute hier „Aktualisierung Ihrer Zahlungsinformationen“.

Der vermeintliche Link zur Aktualisierung der Zahlungsinformationen sei „7 Tage“ gültig. Mit solchen kurzen Fristsetzungen wird versucht, Sie unter Druck zu setzen, um Sie zu unüberlegtem Handeln zu bringen. Aber auch weitere Anzeichen für Phishing seien hier gegeben: unpersönliche Anrede („Hallo“), Link in der Mail, unseriöse Absenderadresse sowie die Drohung mit Kontoeinschränkung.

Von Seiten der Expertinnen und Experten heißt es dazu weiter: „Wir empfehlen Ihnen, Betrugsversuche immer unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keinerlei Aufforderungen nachzugehen. Falls Sie ein Konto bei Disney+ haben, schauen Sie in der App oder auf der echten Internetseite nach, ob es dort ähnliche Aufforderungen gibt.“

In sämtlichen Fällen gilt ganz allgemein: Keinesfalls darauf reagieren. Oft fragen sich auch Menschen, ob irgendetwas falsch gemacht wurde, weil man solche Spam-Nachrichten erhält. Hier kann man für Beruhigung sorgen. Mittlerweile arbeiten Betrüger mit hochintelligenten Maschinen. Diese generieren in der Sekunde Hunderte Zahlenkombinationen – bis irgendwann eine echte Nummer zufällig herauskommt, die dann angeschrieben wird. Gleiches gilt in Sachen Buchstabenkombinationen und Mailadressen. Zudem könnte Ihr Kontakt auch in einem Datenleck aufgetaucht und dadurch in die Hände von Betrügern gelangt sein. Heißt im Klartext: Auch wenn Sie nicht auf „gefährlichen Seiten“ surfen, kann es Sie mit einer Nachricht hier einmal treffen.

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Vor dieser Mail wird aktuell gewarnt. © Verbraucherzentrale.de

Solange Sie darauf nicht reagieren, kann Ihnen auch nichts passieren. Gefährlich kann es erst dann werden, wenn Sie auf Links klicken und dort persönliche Daten wie Passwörter oder Kontonummern eingeben. Meist treten diese Spam-Mails alle zwei, drei Monate schubweise auf. Dann erhalten Sie mehrere Nachrichten auf ein paar Tage verteilt. Irgendwann hört der Spam dann wieder auf – bis eine künstliche Maschine in ein paar Monaten wieder zufällig bei Ihrer Telefonnummer beziehungsweise Ihrer Mailadresse herauskommt.

In einem Beispiel, das unserer Redaktion vorliegt, kam es gleich zu drei verschiedenen Nachrichten innerhalb weniger Tage. Auch hier hat der Empfänger einfach nicht darauf reagiert, beziehungsweise die Nachrichten über die SMS-Funktion sogar als Spam gemeldet. Vorteil: Nach einiger Zeit erkennt Ihr Telefon den Absender und leitet die Nachricht automatisch in den Spam-Ordner weiter, ohne Ihnen die Nachricht extra zu pushen.