Altmühltal/Ingolstadt - Ein Lastwagen auf der A9 bei Ingolstadt fährt in Schlangenlinien. Die Polizei stoppt ihn - und muss den Atem anhalten.

Am Samstagvormittag, 20. Dezember, erhielt die Verkehrspolizei Ingolstadt mehrere Anrufe zu einen italienischen Sattelzug, der auf der BAB A9, in Fahrtrichtung Nürnberg, in starken Schlangenlinien gefahren sein soll.

Eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion machte das Fahrzeuggespann ausfindig und hielt es an der Anschlussstelle Altmühltal an.

Direkt zu Beginn der Kontrolle machte der Fahrer einen stark verwirrten und berauschten Eindruck, heißt es seitens der Verkehrspolizisten. Ein Atemalkoholtest zeigte ein negatives Ergebnis, zur weiteren Abklärung zogen die Beamten den Rettungsdienst hinzu. Wie sich später herausstellte stand der 55-Jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln - vorsorglich wurde der Fahrer in ein Krankenhaus gebracht.

Als die Verkehrsbeamten im weiteren Verlauf der Kontrolle auch die Ladung des Sattelzuges in Augenschein nehmen wollten, kam ihnen „bereits bei Betreten (...) ein erheblicher Gestank“ von der Ladefläche entgegen. Wie sich herausstellte war das verbaute Kühlaggregat aufgrund eines Defekts ausgefallen. Im Auflieger waren 14 Tonnen Lebensmittel geladen, berichten die Beamten. Insbesondere Fisch- sowie Milchprodukte hatte der Transporter geladen. Ein Großteil der Lebensmittel waren bereits verdorben.

Auf den Fahrer kommen nun Anzeigen aufgrund Trunkenheit im Verkehr, ein Verstoß gegen das Lebensmittelrecht sowie weitere verkehrsrechtliche Verstöße zu.


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