Nürnberg - Immer wieder finden Betrüger neue Wege, um an das Geld oder an die Daten von Verbrauchern zu kommen. Diese Masche ist besonders mies, da man bei den vielen Paketen rund um Weihnachten leicht hereinfallen könnte.

In den letzten beiden Monaten des Jahres haben Paketzusteller meist reichlich zu tun. Erst kommt Black Friday, dann folgen die Weihnachtsgeschenke. Es wird ständig bestellt und täglich geliefert. Aus diesem Grund ist eine neue Betrugsmasche, vor der aktuell auf Social-Media gewarnt wird, besonders perfide. Denn hereinfallen könnte jeder, der bei den vielen Geschenken den Überblick über seine Bestellungen verloren hat oder sich wundert, was denn jetzt wieder geliefert werden soll.

Konkret handelt es sich nämlich um eine DHL-Betrugsmasche. Doch wenn man normalerweise bei Anrufen und E-Mails wachsam sein sollte, lauert die aktuelle Gefahr im eigenen heimischen Briefkasten.

Gefälschte Zustellbenachrichtigung von DHL - Datendiebstahl droht

Dieses Mal fälschen Betrüger nämlich Zustellbenachrichtigungen. So finden Personen einen solchen Zettel, der dem von DHL täuschen ähneln soll. Auf diesem Zettel soll sich ein QR-Code befinden, den die Person scannen muss, um den Standort ihres Pakets abzufragen. Auf der angezeigten Website werden Verbraucher dann aufgefordert, ihre Daten einzutragen. Spätestens an dieser Stelle sollte erkannt werden, dass es sich um eine Betrugsmasche handelt. Die Betrüger wollen an persönliche Daten kommen, um diese weiterzuverkaufen oder für Identitätsdiebstahl zu nutzen.

Der Blogger "the_handyman81" erklärt in einem Video auf Instagram, wie man die gefälschten Zettel von den echten unterscheiden kann. Demnach klebe auf der echten Zustellbenachrichtigung immer eine Quittung. Auf dieser sei der Name des Empfängers, die Sendungsnummer und der Ablageort des Pakets vorzufinden.

Wer sich unsicher ist, kann den Zettel auch zur Post bringen und dort nachfragen, erklärt er weiter.

Grundsätzlich gilt, dass seriöse Unternehmen wie DHL ihre Kunden normalerweise nicht bittet, ihre Daten preiszugeben.

Bei dieser Form von Betrug handelt es sich um Quishing, also eine abgewandelte Form von Phishing. In dem Fall nutzen Betrüger nicht gefälschte Mails, sondern gefälschte QR-Codes. Auch in Nürnberg warnte die Polizei dieses Jahr vor der Betrugsmasche.

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