Landkreis Roth - In der Nacht auf Dienstag hat sich auf der A9 im Landkreis Roth ein tödlicher Verkehrsunfall ereignet. Die genauen Hintergründe sowie die Identität des Verstorbenen sind noch nicht zweifelsfrei geklärt.

Kurz nach 1 Uhr nachts gingen bei der Polizei mehrere Notrufe über einen auffallend langsam fahrenden Pkw auf der A9 in Fahrtrichtung München zwischen den Anschlussstellen Greding und Hilpoltstein ein. Eine Streife der Verkehrspolizei Feucht begab sich auf den Weg, machte das Fahrzeug gegen 01.30 Uhr ausfindig und gab eindeutige Anhalte-Signale an den langsamen Pkw der Marke Jaguar.

Das Streifenfahrzeug setzte sich daraufhin vor den Jaguar, um dem Pkw eindeutige Anhaltesignale zu geben. Daraufhin ließ sich der Jaguar erst zurückfallen, beschleunigte anschließend wieder und zwang die Beamten, mit ihrem Einsatzfahrzeug auf die Mittelspur auszuweichen. Der Jaguar überholte den Streifenwagen und fuhr unmittelbar danach auf einen vorausfahrenden Sattelzug auf.

Der Jaguar schob sich bis zu Hälfte unter den Sattelzug, der nach mehreren hundert Metern mit dem verkeilten Pkw unter dem Auflieger auf dem Standstreifen zum Stehen kam. Pkw und der Sattelzug fingen Feuer. Die Beamten hielten an und leisteten erste Hilfe mit Feuerlöschern, doch die Brandausdehnung war so stark, dass die Flammen nicht unter Kontrolle gebracht werden konnten.

Hierbei zogen sich beide Beamte eine Rauchgasvergiftung zu und mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Feuerwehr Hilpoltstein löschte nach ihrem Eintreffen den Brand. Nach dem Ablöschen konnte man nur den Tod der Person im Pkw feststellen. Den ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den 38-jährigen Halter des Jaguars. Die Identität muss mittels eines gerichtsmedizinischen Gutachtens noch zweifelsfrei geklärt werden. Genaue Hintergründe zur Ursache sind bislang unklar.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft zogen die Beamten zur Spurensicherung am Einsatzort einen Unfallsachverständigen hinzu. Neben der Feststellung der Identität des Verstorbenen sind die Gründe für das auffällige Fahrverhalten sowie das anschließende Auffahren auf den Lkw derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Die A9 musste in Fahrtrichtung München zunächst komplett gesperrt werden. Derzeit wird der Verkehr über die linke Fahrspur am Einsatzort vorbeigeleitet. Die polizeilichen Maßnahmen sowie die anschließenden Bergungsarbeiten werden sich voraussichtlich bis in die frühen Vormittagsstunden erstrecken.


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