Nürnberg - Ob als Snack für die gemütliche Runde mit Freunden oder als letzter Gang eines festlichen Menüs: Käseplatten sind vielseitig. Aber wie bereitet man sie am besten vor?

Eine Käseplatte eignet sich nicht nur als Dessert oder zum Wein, sondern auch als Hauptgericht. Die Zubereitung ist zudem nicht sehr aufwändig. Allerdings sollte man genug Zeit für den Einkauf einplanen und die Käseplatte schön anrichten.

Welchen Käse braucht man für eine Käseplatte?

Eine gelungene Käseplatte zeichnet sich idealerweise durch die Vielfalt der enthaltenen Käsesorten aus. Beispiele für verschiedene Käseplatte-Sorten sind milder Frischkäse, cremiger Weichkäse (zum Beispiel Camembert und Brie), Filata-Käse (zum Beispiel Mozzarella oder Burrata), würziger Schnittkäse (zum Beispiel Tomme de Savoie oder Ossau Iraty), Ziegenkäse (zum Beispiel Chavroux) und kräftiger Hartkäse (zum Beispiel Parmesan, Pecorino). Auch ein charakteristischer Blauschimmelkäse (zum Beispiel Saint Agur) kann hinzukommen.

Um eine bunte Vielfalt geschmacklicher Erfahrungen zu ermöglichen, empfiehlt es sich, Käsesorten aus verschiedenen Milchsorten wie Kuh-, Ziegen- und Schafsmilch zu kombinieren. Alternativ sollte zumindest je eine Sorte aus Schafs- und Ziegenmilch auf der Käseplatte vertreten sein. Beim Genuss dieser Käsesorte beginnt man in der Regel mit dem mildesten Geschmack und arbeitet sich zu den kräftigeren Sorten vor.

Wie viel Käse benötigt man ungefähr pro Person?

Wenn Käse als Dessert serviert wird, ist eine gängige Portionsgröße pro Person etwa 80 bis 100 Gramm. Wenn Käse hingegen als Hauptgang geplant ist, sollte man die Menge mindestens verdoppeln. Wer sich unsicher ist, kann sich von einem Fachhändler beraten lassen. Viele Geschäfte bieten auch die Möglichkeit, Käse vor dem Kauf zu probieren. Bestenfalls kauft man mindestens vier bis fünf verschiedene Sorten Käse.

Tipp: Man sollte den Käse immer am Stück kaufen, sodass kein Aroma verloren geht.

Inspiration für die Einkaufsliste: Was neben Käse noch sinnvoll ist

Neben dem Käse benötigt man für eine Käseplatte auch Salziges, Knuspriges und Süßes. Saucen oder Dips und natürlich Brot (zum Beispiel Ciabatta oder Baguette) runden die leckere Käseplatte ab.

Beispiele für die Beilagen zum Käse:

  • Knuspriges: Nüsse (Walnüsse, Haselnüsse, Pistazien, Sonnenblumenkerne), Cracker, Blätterteigstangen, Grissini
  • Salziges: Oliven, Kapern, Schinken, luftgetrocknete Salami oder Cabanossi, kleine Salzbrezeln
  • Süßes: Weintrauben (helle und dunkle), Granatapfel, Feigen, Physalis, Brombeeren, Birnen, Pfirsich, Apfelspalten, Trockenfrüchte (zum Beispiel Datteln oder getrocknete Aprikosen)
  • Saucen oder Dips: beispielsweise Chutneys, Feigensenf, Honig, Konfitüre, Apfelsenf, gutes Olivenöl

So richtet man eine Käseplatte an

Am besten eignet sich ein großes Holz- oder Schieferbrett, auf dem neben dem Käse auch die anderen Zutaten und die Käsemesser Platz haben. Auf schwarzem Untergrund wirkt die Käseplatte sogar noch etwas edler. Entweder verwendet man pro Käsesorte ein passendes Käsemesser oder stellt jedem Gast ein eigenes Messer zur Verfügung.

Schritt 1:

Zuerst werden mindestens vier bis fünf Käsesorten auf der Platte verteilt. Unterschiedliche Formen und Farben machen die Käseplatte optisch attraktiver.

Den Käse sollte man nicht zu kalt servieren, damit er sein volles Aroma entfalten kann. Daher sollte man ihn mindestens eine halbe Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen und auf der Arbeitsfläche liegen lassen oder ihn direkt auf die Käseplatte legen.

Tipp: Wer möchte, kann für jede Käsesorte Schilder erstellen, auf denen der Name, die Milchart (zum Beispiel Schaf) und die Stärke (zum Beispiel würzig) vermerkt sind. Diese Schilder kann man mithilfe von Schaschlik-Spießen befestigen.

Nun arrangiert man beispielsweise fünf ausgewählte Käsesorten in der Reihenfolge von mild bis würzig im Uhrzeigersinn auf dem Brett. Dabei platziert man den mildesten Käse auf 12 Uhr.

Diese Anordnung dient dazu, den Gästen zu zeigen, in welcher Reihenfolge sie die Käsesorten am besten genießen sollten, sodass die würzigen Sorten den Geschmack der milderen Varianten nicht überdecken.

Die Käsesorten sollten dabei nicht zu eng aneinander liegen. Die Käsemesser steckt man entweder in den Käse oder legt sie neben die entsprechenden Käsesorten.

Schritt 2:

Im zweiten Schritt kommen die Saucen und Dips auf die Käseplatte. Dafür eignen sich zum Beispiel milder Senf oder Saucen mit Feigen oder Chutneys. Die Saucen und Dips präsentiert man am besten in kleinen Schälchen oder Gläsern.

Schritt 3:

Im nächsten Schritt legt man die knusprigen Zutaten wie Cracker, Grissini oder Nüsse zu dem Käse auf die Platte. Dafür verteilt man verschiedene Sorten halbmondförmig um den Käse. Ist nicht so viel Platz, kann man diese auch in Schüsseln oder auf kleinen Tellern um die Käseplatte herum arrangieren.

Schritt 4:

Danach kann man die Käseplatte gestalten, indem man salzige Lebensmittel hinzufügt. Auch diese Zutaten werden in Halbkreisen auf der Platte verteilt.

Schritt 5:

Anschließend kann man süße Zutaten wie frisches Obst oder Trockenobst auf der Käseplatte garnieren. Mit diesen Lebensmitteln füllt man einfach die Lücken auf.

Tipp: Wer keine süßen Zutaten auf der Käseplatte haben möchte, kann auch auf knackiges Gemüse wie Radieschen oder aromatische Cocktailtomaten zurückgreifen.

Wer möchte, kann auch noch Kräuter wie beispielsweise Rosmarinzweige, Basilikumblätter oder Petersilienstängel nutzen, um die Käseplatte zu garnieren.

Französische Käseplatte: Was man hierfür braucht

Bei der französischen Käseplatte eignet sich eine Mischung der typisch französischen Käsesorten: feste und halbfeste Käsesorten, Ziegenkäse, Weißschimmelkäse, Käse mit gewaschener Rinde (beziehungsweise Rotschmierkäse) und Blauschimmelkäse.

Beispiele für Käsesorten:

  • Cremiger Käse und mildes Aroma: Camembert, Brie
  • Cremiger Käse und intensives Aroma: Roquefort, Banon, Munster
  • Milder Käse und aromatisches Aroma: frischer Ziegenkäse mit Bohnenkraut (Sarriette) oder Rocamadour
  • Harter Käse und intensives Aroma: gereifter Gruyère oder Comté
  • Harter Käse und mildes Aroma: Ossau-Iraty
  • Harter Käse und aromatisch: Tomme mit Trüffel, Morbier

Französischer Käse harmoniert hervorragend mit süßen Begleitern wie Honig, Konfitüre und Obst. Dies können beispielsweise frisch geschnittene Birnenscheiben, Feigen und Weintrauben sein. Dazu kommen verschiedene Nüsse, getrocknete Früchte, Dips und ein frisches Baguette - gerne warm serviert.

Zutaten für eine italienische Käseplatte

Diese italienischen Käsesorten eignen sich perfekt für eine leckere Käseplatte:

  • Hartkäse: Parmesan oder Pecorino
  • Blauschimmelkäse: Gorgonzola
  • Frischkäse: Ricotta oder Stracchino
  • Weichkäse: Taleggio, Mozzarella oder Burratta
  • Halbweicher Käse: Scamorza, Caciocavallo
  • Käsecreme: Parmesancreme mit Trüffel