
Kein anderes Land steht für viele Deutsche so sehr für Erholung, Entspannung und Lebenslust wie Bella Italia. Doch im Stiefelstaat werden die Touristenmassen nicht nur positiv wahrgenommen – schließlich machen sich längst nicht nur deutsche Urlauber auf den Weg gen Süden, um Sonne zu tanken. Um die negativen Folgen des Massentourismus abzufedern, haben die Regierungen der Landesteile nun teilweise ungewöhnliche Verbote erlassen. Wer sich nicht daran hält, muss mit hohen Kosten rechnen – deshalb auch der Appell von Tourismusministerin Daniela Santanché: „Wer sich vorher über die örtlichen Regeln informiert, kann Strafen vermeiden und hilft, die Schönheit des Landes zu bewahren.“
So hat sich die beliebte Insel Sardinien etwa dem Küstenschutz verschrieben – mit teils ungewöhnlichen Maßnahmen. Auch wenn das Spielen im Sand für viele Kinder zu den Highlights der Sommerferien gehört: Sandburgen dürfen sie auf der Insel Mittelmeer keine mehr bauen – und Löcher buddeln erst recht nicht. Weiteres Beispiel gefällig? Auf Badetüchern ohne Matte darf man es sich ebenfalls nicht gemütlich machen, schließlich bleibt so Sand am Handtuch kleben, der dann vom Strand weggetragen wird.
Und auch bei Urlaubssouvenirs gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Sand oder Muscheln als Andenken mitnehmen? Auf Sardinien verboten! Eine Strafe von 3000 Euro droht denjenigen, die es trotzdem nicht sein lassen können. Auch die vermeintliche „Designer“-Mode, die im Land des süßen Lebens gern günstig feilgeboten wird, sollte man lieber am Marktstand hängen lassen – andernfalls drohen für den Kauf von Plagiaten Geldstrafen von bis zu 7.000 Euro oder im schlimmsten Fall sogar sechs Monate Gefängnis.
„Italien liebt Touristen, aber erwartet Rücksichtnahme“, so Ministerin Santanché – und wer diese nicht zeigt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.