Las Palmas - Las Palmas sagt dem Müll den Kampf an: Wer künftig Kippen, Hundekot oder Sperrmüll achtlos hinterlässt, riskiert Bußgelder bis in Millionenhöhe. Was Urlauberinnen und Urlauber jetzt wissen müssen.

Wer künftig in Las Palmas achtlos eine Kippe fallen lässt oder den Hundehaufen nicht beseitigt, muss tief in die Tasche greifen. Die Stadtregierung von Las Palmas plant ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Stadthygiene – mit drastischen Strafen für Verstöße. Die neuen Bußgelder sollen sowohl Einheimische als auch Gäste betreffen. Ziel ist es, das Stadtbild zu verschönern, das Umweltbewusstsein zu stärken und die Recyclingquote zu erhöhen.

Wie das Nachrichtenportal Canarian Weekly berichtet, arbeitet der Stadtrat derzeit an zwei zentralen Dokumenten: einem neuen Gesetz zur öffentlichen Hygiene sowie einem Abfallbewirtschaftungsplan. Beide sollen noch in diesem Jahr verabschiedet werden. Die Bürgermeisterin Carolina Darias betont: „Stadthygiene ist die Verantwortung aller.“ Prävention habe Vorrang, doch bei Verstößen werde konsequent durchgegriffen.

Wie hoch sind die neuen Bußgelder in Las Palmas?

Die geplanten Strafen sind immens und sollen abschrecken: 750 Euro für das Wegwerfen eines Zigarettenstummels. Ebenfalls 750 Euro Bußgeld sind für das Nichtbeseitigen von Hundekot geplant. Bis zu 100.000 Euro können für das illegale Ablagern von Möbeln oder Sperrmüll im öffentlichen Raum fällig werden. Richtig teuer soll das Entsorgen gefährlicher Abfälle, die Umwelt oder Gesundheit gefährden, werden. Hier stehen Strafen bis zu 3,5 Millionen Euro im Raum.

Parallel zu den neuen Regelungen plant Las Palmas, in moderne Infrastruktur zu investieren. Laut Héctor Alemán, dem zuständigen Stadtrat für Straßenreinigung, werden derzeit Verträge für neue Müllfahrzeuge, bessere Ausrüstung für Reinigungsteams sowie Schutzkleidung und Reinigungsmittel vorbereitet. Ziel ist es, die Müllabfuhr effizienter und nachhaltiger zu gestalten.

Wie geht es weiter?

Bevor die neuen Regeln in Kraft treten, wird es eine öffentliche Anhörung geben. Bürgerinnen und Bürger können dabei ihre Meinung äußern. Doch das ist eher ein formaler Schritt, der kaum Einfluss auf die Umsetzung haben dürfte. Die Stadtregierung zeigt sich entschlossen, die Sauberkeitsoffensive zügig umzusetzen.

Die Maßnahmen sind Teil eines längerfristigen Plans: Bis 2032 soll die Abfallmenge in Las Palmas deutlich reduziert und die Recyclingquote signifikant gesteigert werden. Die Stadt setzt dabei auf eine Kombination aus Aufklärung, Technik und empfindlichen Strafen.