
Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nimmt der Low-Cost-Verkehr in Europa zu. Im vergangenen Jahr reisten weltweit rund 4,7 Milliarden Passagiere mit dem Flugzeug – etwa elf Millionen dieser Flüge entfielen auf das Niedrigpreissegment.
Mit dem „MONITOR Luftverkehr und Low-Cost“ analysieren die DLR-Expertinnen und -Experten die Entwicklung des Billigflugmarktes und ordnen dessen Bedeutung innerhalb des gesamten Luftverkehrs ein.
Mit Low-Cost-Flügen ist das Reisen relativ preiswert möglich: Im Frühjahr 2025 lagen die durchschnittlichen Bruttopreise in Deutschland zwischen 67 und 130 Euro. Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair ist dabei längst nicht die günstigste.
Aktuell bietet WizzAir mit einem Durchschnittspreis von 67 Euro die günstigsten Tarife, gefolgt von Ryanair mit 80 Euro, easyJet mit 86 Euro und Eurowings mit 130 Euro. Insgesamt ist aber auch das Fliegen mit Billigfluggesellschaften teurer geworden: Im Herbst 2019 lag der Durchschnittspreis bei WizzAir noch bei rund 44 Euro.
Hier lohnt es sich besonders früh zu buchen: Tickets bei einem Tag Vorlauf kosten durchschnittlich zwischen 119 und 169 Euro, bei einer Vorlaufzeit von drei Monaten hingegen nur durchschnittlich zwischen 44 und 90 Euro.
Immer mehr Billigflüge - bis auf in Deutschland
Laut Studie machen Low-Cost-Flüge weltweit und europaweit mittlerweile rund 30 Prozent des Flugverkehrs aus. Bei internationalen Flügen beträgt der Anteil in Deutschland etwa 21 Prozent, im Inland liegt er bei rund 15 Prozent.
Die Bedeutung der Billigflieger hat insgesamt zugenommen. Laut DLR-Analyse finden sich unter den 25 weltweit größten Fluggesellschaften im Juni 2025 vier Low-Cost-Airlines: Southwest Airlines (USA, Platz 4), Ryanair (Europa, Platz 5), JetBlue (USA, Platz 19) und Azul (Südamerika, Platz 22).
„Damit ist das Segment global mittlerweile fester Bestandteil des Luftverkehrsmarktes und kein Nischenangebot“, heißt es in der Studie.
In einer Referenzwoche analysierte das DLR, dass Ryanair mit über 14.500 Starts das meiste Flugaufkommen verzeichnete – gefolgt von easyJet und WizzAir. Der Marktanteil des Low-Cost-Verkehrs ist in Deutschland jedoch rückläufig: Während er 2019 noch 32 Prozent betrug, sank er bis 2025 auf 21,4 Prozent.