Bad Kissingen - Sicherlich haben viele Menschen schon einmal im Kindergarten oder Schulalter einen Luftballon mit einer Nachricht auf die Reise geschickt. Dass diese Nachricht jemanden erreicht und dann ein Wunsch in Erfüllung geht, ist aber doch eine Seltenheit.

Manchmal passieren doch kleine Wunder auf der Welt: Eine zufällig gesendete Nachricht erreicht genau den richtigen Adressaten und dann kommt der Stein ins Rollen.

So auch im unterfränkischen Bad Kissingen. Ein Mitarbeiter des Bauunternehmens "Schmück" machte kürzlich eine ungewöhnliche Entdeckung auf dem Firmengelände. Er fand die Notiz eines kleinen Jungen zusammen mit einem "recht zerfledderten" Luftballon, wie eine Sprecherin des Unternehmens in einem Gespräch mit der Redaktion erzählt. In dem Zettel äußerte sein Verfasser Aaron den Wunsch nach einer "großen, gut gefüllten Schultüte für seinen Schulstart", schreibt die Baufirma auf Facebook. Wie genau der Luftballon es auf das Gelände geschafft hat, lässt sich nur vermuten, möglicherweise habe er sich an eines der Baufahrzeuge geheftet.

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Diesen Zettel schrieb Aaron und schickte ihn zusammen mit einem Luftballon gen Himmel. © Schmück GmbH + Co. KG

Bauunternehmen lädt Familie ein und erfüllt Aarons Wunsch

Als der Mitarbeiter seinen Fund ins Büro brachte, sei schnell klar gewesen, dass der Junge ausfindig gemacht werden müsse. "Das hat ein bisschen gedauert", erklärt die Sprecherin. Auf der Rückseite des Zettels stand der Kindergarten des Jungen, dieser hatte zu dem Zeitpunkt aber ferienbedingt geschlossen. "Über den Elternbeirat haben wir dann die Eltern ausfindig gemacht." Dann stellte sich heraus, dass der Luftballon wohl rund 160 Kilometer gereist sein muss, denn Aaron und seine Familie kommen aus Worms in Rheinland-Pfalz.

Wie der Zufall es so will, ist Aaron "ein riesiger Fan von Baggern und Baustellen." "Wie passend, dass sein Luftballon genau bei uns gelandet ist", schrieb das Unternehmen dazu. Aaron und seine Familie, samt seines kleinen Bruders, wurden eingeladen. In Bad Kissingen "durfte er einen unvergesslichen Tag erleben." Er habe die Firma erkundet und sei sogar selbst, in Begleitung eines Profis, Bagger gefahren. Schließlich sei "das Highlight" gekommen - der Erstklässler nahm seine Schultüte in Empfang, ganz wie er es sich gewünscht hatte.

Mit abschließenden Worten wendet sich das Bauunternehmen an den Jungen: "Lieber Aaron, wir hoffen, du hattest einen fantastischen Schulstart und wünschen dir sowohl viel Freude mit deiner prall gefüllten Schultüte, als auch alles Gute für deine Zukunft!"