Nürnberg - Siemens Energy investiert in Millionenhöhe und will seine uralte Lagerhalle zur "modernsten Fertigung Nürnbergs" verwandeln - das bedeutet viele neue Arbeitsplätze für Franken.

Siemens Energy baut seine Netztechnik stark aus und will damit bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze schaffen - etwa 40 Prozent dieser Stellen sollen in Europa entstehen, berichtet unter anderem die "Tagesschau". Auch in Nürnberg stehen Veränderungen an.

Auf dem Gelände des momentan leerstehenden Trafo-Werks in der Katzwanger Straße soll die Produktion von Konvertern einziehen. Die bisherige Konverter-Fertigung in der Humboldtstraße gewinnt deutlich an Platz und soll somit Raum für mehr Mitarbeiter schaffen.

Durch die Erweiterung sollen etwa 200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, wie Wolfgang Leikam, Leiter der Konverterfertigung, gegenüber "NN.de" erklärte.

Ein kompletter Umbau der alten Lagerhalle

Die jetzige Lagerhalle ist vor über 100 Jahren gebaut worden. Verschmutze Fenster und dicke Stahlträger zeichnen die rustikale alte Industrie-Halle. Siemens Energy will das ändern und den Standort zur "Modernsten Fertigung Nürnbergs" verwandeln. Das Unternehmen will 90 Millionen Euro dafür investieren, dass 2027 hier Konverter gebaut werden können, deren Nachfrage wegen der Energiewende durch die Decke geht, wie der "BR24" berichtet.

Der Spatenstich für die neue Fertigungshalle war am Freitag. Auch Ministerpräsident Markus Söder war vor Ort und schreibt in einem Instagram-Beitrag: "Durch Produktion made in Bavaria und in Franken kann ein Industriestandort erhalten bleiben." Der Freistatt Bayern würde eine Technologieförderung von bis zu 15 Millionen zu diesem Projekt beisteuern, doch nur unter der Bedingung, dass auch die Entwicklung vorangetrieben wird.

Siemens Energy will nachhaltige Arbeitsplätze schaffen

"Ein Arbeitsplatz bei uns im Werk sichert oder schafft schätzungsweise zehn Arbeitsplätze bei unseren Unterlieferanten. Und diese sitzen zu weit über 80 Prozent innerhalb Deutschlands", sagt Leikam zu"nn.de". Somit sollen die Stellen sich nachhaltig positiv auf die Region und darüber hinaus bemerkbar machen. Nachdem alle Konverter von Siemens Energy aus Nürnberg kämen, würden die Zuliefer-Betriebe auch regional sein, unter anderem die Siemens AG.

Franken wird zu einem wichtigen Bestandteil der Energiewende

Ab Ende 2027 soll die Produktion von Konvertern in Betrieb gehen. Diese wandeln Wechselstrom in Gleichstrom um und ermöglichen es, Strom über lange Distanzen zu transportieren, erklärt Christian Bruch, der Vorstandschef von Siemens Energy gegenüber dem "BR24".

Deutschland sei aktuell der Hauptmarkt, ein Drittel der Konverter komme in die deutschen Stromnetze.