Nürnberg - Lebensmittelreste müssen nicht zwangsweise im Biomüll landen, sondern können noch einiges Gutes tun. Was neben Restbier, Eierschalen und Rhabarberblätter noch dem Garten hilft, das liest du hier.

Gemüse, Rasen, Obst und auch Blumen benötigen zum Wachsen neben Wasser und Licht auch viele Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Kalium oder Kupfer und Zink. Diese ziehen die Pflanzen sich über ihre Wurzeln aus dem Boden. Manchmal reicht die Erde nicht aus und es muss nachgeholfen werden. Düngen muss aber nicht teuer oder chemisch sein - sondern geht auch ganz einfach mit heimischen Abfallprodukten.

Gemüsewasser

Beim Kochen von Gemüse geben diese Nähr- und Mineralstoffe an das Kochwasser ab. Diese kann man einfach auffangen und dann an seine Pflanzen geben. Besonders gut eignen sich Kartoffel-, Blumenkohl-, Brokkoli-, Kohl- und Spargelwasser. Achtung: Man sollte dabei aber immer nur salzfreies Wasser verwenden.

Altes Mineralwasser

Altes, schales Mineralwasser muss nicht direkt in den Abfluss, sondern eignet sich auch wunderbar zum Düngen von Zimmerpflanzen. In dem Wasser befinden sich nicht nur Mineralien, die gut für uns, sondern auch die lebensnotwendig für unsere Zimmerpflanzen sind, erklärt Magazin „GEO“. Damit ist das Wasser ein guter Energielieferant.

Bananenschalen

Bananenschalen produzieren beim Verrotten viel Humusmasse, die besonders Rosen guttut. Dafür sollte die Schale in kleinen Stücken beigefügt werden, erklärt „GEO“. Werden diese beim Umtopfen in der Blumenerde versteckt, fällt dies auch kaum auf.

Kaffeesatz und kalter Kaffee

Der Kaffeesatz enthält viele wertvolle Nährstoffe wie Stickstoff, Kalium und Phosphor und eignet sich damit zum Düngen. Man kann aber nicht nur Kaffeesatz, sondern auch mit altem, kaltem Kaffee seinen Pflanzen auf die Sprünge helfen. Vor allem für Zimmerpflanzen eignet sich der flüssige Dünger.

Ein Schluck Bier

Sollte der letzte Schluck Bier einem doch zu viel sein, kann man diesen auch einfach in seine Pflanzen gießen. Wie das „GEO“-Magazin erklärt, enthält Bier Hopfen und Malz - alles natürliche Nährstoffe, die der Pflanze guttun. In Maßen kann man, maximal zweimal in der Woche, die Zimmerpflanze damit gießen.

Tee

Ähnlich wie Kaffee trägt der Teesatz viele Inhaltsstoffe, die Pflanzen beim Wachsen helfen können. Dafür muss man alte Teebeutel zunächst trocknen und dann zum Boden mit beigeben. Schwarzer Tee eignet sich dabei besonders gut zur Schädlingsbekämpfung, Kamillentee hilft dahingegen bei der Pflanzenaufzucht und grüner Tee bei der Bodenverbesserung, schreibt „GEO“. Man sollte jedoch wie bei allen Düngern die Dosis im angemessenen Rahmen lassen. Eine Überdosis schadet dem Wachstum.

Eierschalen

Im Ofen gebackene Eierschalen können zerstoßen und dann fein gemahlen in die Pflanzenerde eingearbeitet werden. Die Schale enthält viel Kalium und Kalzium.

Essig

Pflanzen, die einen höheren Säuregehalt bevorzugen, wie beispielsweise Rosen, Lavendel oder Gardenien, kann man mit einem Schuss Säure weiterhelfen. Dafür nutzt man am besten ein stark verdünntes Essig-Wasser Gemisch (1-2 EL Essig auf 3 Liter Wasser), erklärt „GEO“. Das kann man höchstens alle drei Monate vergießen. Ansonsten könnte der Boden übersäuern und die Pflanze verdirbt. Um sicherzugehen, kann man den pH-Wert zuvor testen. Auch auf Beet-Nachbarn sollte man achten.

Rhabarberblätter

Rhabarberblätter tun uns zwar nicht gut, unseren Pflanzen schmeckt es aber umso mehr. Pflanzen können aus dem Sud aus den Blättern viel Kalium ziehen. Dafür muss man die Blätter zunächst zerkleinern und dann mit viel Wasser aufkochen. Zum Düngen benötigt es in etwa einen 5:1-Anteil, erklärt das Nachrichtenportal „utopia“. Nachdem das Wasser aufgekocht ist, muss das ganze noch 30 Minuten lang ziehen, dann kann die abgekühlte Brühe zu den Pflanzen gegeben werden.