
Wie die "Lebensmittelzeitung" berichtet, hat Kodi den Sanierungsberater und Branchen-Insider Christian Müller engagiert. Die Inhaberfamilie Nölle möchte das Unternehmen umstrukturieren - die Organisation als Gesamtes und die internen Abläufe stünden deshalb "auf dem Prüfstand", wie eine Sprecherin "Chip" gegenüber mitteilte. Zwar sei noch nicht bekannt, welche konkreten Maßnahmen die Umstrukturierung mit sich bringen wird, doch die Belegschaft der rund 250 Filialen ist alarmiert.
Bisher wurden Berichte über einen größeren, geplanten Stellenabbau zurückgewiesen. Allerdings könne man nicht garantieren, dass im Zuge der Neuausrichtung des Unternehmens nicht doch Arbeitsplätze in den Niederlassungen gestrichen werden könnten.
Ob es so weit kommen wird, ist tatsächlich noch völlig unklar. Denn neben der erwogenen Umstrukturierung verfolgt die Familie Nölle auch Pläne einer möglichen Fusion von Kodi mit den bisherigen Konkurrenten Mäc Geiz und Pfennigpfeiffer. Die Pläne sollen bereits ausgearbeitet sein, allerdings seien die beteiligten Unternehmen noch auf der Suche nach einem zahlungskräftigen Investor, um das Projekt realisieren zu können.
Der 1981 gegründete Haushaltswaren- und Drogeriediscounter Kodi beschäftigt etwa 2500 Mitarbeiter in 250 Filialen. In Unterfranken unterhält das Unternehmen Filialen in Schweinfurt, Lohr am Main und Aschaffenburg. Im Oktober hatte der Geschäftsführer von Kodi, Babak Kharabi, sein Ausscheiden aus dem Unternehmen angekündigt.