Nürnberg - Fondue ist ein beliebtes Festessen, vor allem an Silvester, aber auch an Weihnachten. Dieses Jahr vielleicht noch mehr als sonst, viel kann man ja sowieso nicht machen - und hat damit ausreichend Zeit für ein langwieriges Fondue. Das heiße Fett sollte man dabei aber auf keinen Fall unbeaufsichtigt lassen. Und einen Brand niemals mit Wasser löschen - wir verraten, warum.

Auch wenn es verlockend ist, schon mal den Fonduetopf zu erwärmen, während man noch die letzten Vorbereitungen für die Feier trifft, ist dabei keine gute Idee. Das Fett wird schnell zu heiß und kann dann ganz ohne Zündquelle in Brand geraten. Schnell kann es dadurch dann zu Verletzungen und Wohnungsbränden kommen.


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Wenn es trotz allem doch zu einem Brand kommt, sollte man auf keinen Fall mit Wasser löschen. Das würde das Feuer nicht eindämmen, sondern noch befeuern. Nur ein kleines bisschen Flüssigkeit kann durch eine heftige Reaktion meterhohe Stichflammen entstehen lassen. "Gelangt Wasser in sehr heißes Öl, so verdampft das Wasser sehr schnell und verteilt das heiße Öl fein zerstäubt", erklärt Jan Hohann, Brandschutzingenieur bei der R+V Versicherung, "Dann entzündet es sich schlagartig und verursacht so eine Fettexplosion."

Statt Wasser zu verwenden, wäre es das Sicherste, den Brand mit einem passenden, trockenen Deckel oder einer Löschdecke zu ersticken. Aber auch ein Löschspray der Brandklasse F kann verwendet werden.


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Zudem wird empfohlen, die Temperatur beim Erhitzen des Fettes nur so hoch wie nötig zu stellen und den Fonduetopf am besten nur zur Hälfte mit Fett zu füllen, damit es nicht herausspritzt. Außerdem sollte man heißes Fett oder Öl nie mit kaltem Wasser auffüllen und den Kopf nicht über das heiße Fett halten. Hält man sich an diese Empfehlungen, sollte das Weihnachts- oder Silvesterfondue ohne feurige Zwischenfälle verlaufen.